Ein Ehrenzeichen und eine neue Bewahrerin. Edith Klauser heißt die neue Geschäftsführerin von Niederösterreichs größtem Nationalpark an den Donau-Auen. Die wurde heute, Freitag, im Nationalpark-Schloss Orth bestellt. Und will vor allem die "Schätze" der Natur "bewahren". Carl Manzano, Nationalpark-Direktor seit dessen Gründung 1996, wurde indes mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Republik geehrt.

Von Michaela Fleck und APA Red. Erstellt am 15. Februar 2019 (16:47)
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Die neue Direktorin und ihre Gratulanten: Edith Klauser (dritte von links) mit Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Gänserndorfs Bürgermeister René Lobner und ihrem nunmehrigen Vorgänger als Nationalpark-Donau-Auen-Geschäftsführer Carl Manzano.

Nach mehr als 22 Jahren hat Carl Manzano am Freitag die Geschäftsführung des Nationalparks Donau-Auen im Rahmen eines Festakts im Schloss Orth an seine Nachfolgerin Edith Klauser übergeben.

"Es geht darum, gemeinsam mit den bewährten Partnern und gemäß dem Nationalpark-Motto 'Kostbare Natur für Generationen' seine Schätze zukünftig zu bewahren", sagte die neue Direktorin laut Aussendung.

"Die geleistete Aufbauarbeit und der neue Managementplan bilden die Basis, um den Nationalpark Donau-Auen weiter zu entwickeln", erklärte Klauser, die sich auf die "neue, spannende Aufgabe" freut.

Manzano dankte seinem Team und allen Wegbegleitern und betonte: "Ich bin sehr stolz, dass ich an Planung und Gründung des Nationalpark Donau-Auen teilhaben und ihn in Folge bis heuer leiten durfte. Dies war die richtige Aufgabe für mich, die mir stets große Freude bereitet hat." Mit der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für die Verdienste um die Republik Österreich an Manzano unterstrich Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) die Wertschätzung seines Einsatzes.

"Es freut mich, dass mit Edith Klauser heute erstmals eine Frau Nationalparkdirektorin wird. Damit übernimmt sie auch eine Vorbildrolle für junge Mädchen", sagte Köstinger.


Der niederösterreichische Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) bezeichnete den Nationalpark als Naturrefugium und Naherholungsraum für tausende Niederösterreicher und Wiener gleichzeitig und "Herzstück unseres Grünen Rings um Wien". "Eine vorrangige Maßnahme ist sicherlich die Umsetzung des neuen Managementplans - damit wurden die strategischen Weichenstellungen für die nächsten zehn Jahre gesetzt. Weiters wird dem Nationalpark Donau-Auen bei der Niederösterreichischen Landesausstellung 2022 in Marchegg zum Thema Wunderwelt Natur eine wesentliche Rolle zukommen."

Klauser hat ein Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien absolviert und nach ersten beruflichen Stationen 2007 die Leitung der Sektion Landwirtschaft und Ernährung im damaligen Lebensministerium übernommen. Seit 2015 arbeitete sie im Rechnungshof.

Manzano, der die Geschicke des Nationalparks seit dessen Gründung 1996 gelenkt hat, geht in Pension.