Wolfgang Sobotka führt die ÖVP-Landesliste an. ÖVP-Team für den 29. September präsentiert. Die Hälfte der Kandidaten sind Frauen, jeder dritte ist unter 35 Jahre alt. „Ausnahmsweise“ gibt es keinen Vorzugsstimmenwahlkampf.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 24. Juni 2019 (12:43)

Am Montagvormittag hat die Landes-ÖVP ihre Kandidaten für die Nationalratswahl am 29. September präsentiert. Mit wenig Überraschungen. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka führt die Landesliste der ÖVP an. Dahinter folgen Unternehmerin  Eva-Maria Himmelbauer aus Pulkau, der Präsident der NÖ Landwirtschaftskammer Johannes Schmuckenschlager aus Klosterneuburg sowie die Purkersdorferin Michaela Steinacker auf Platz vier.

„Wir wollen den Weg,  der vor zwei Jahren begonnen hat,  fortsetzen. Daher wollen wir auch, dass  jenes Team, das vor zwei Jahren gewählt wurde, wieder einzieht“, betonte die ÖVP-Landesparteichefin Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vor Journalisten. Die Nominierungen im Landesparteivorstand fielen einstimmig aus.

Neu: Kein Vorzugsstimmen-Wahlkampf

Neu ist allerdings, dass die Landes-ÖVP bei dieser Wahl auf einen Vorzugsstimmenwahlkampf verzichtet. „Ausnahmsweise“, wie Mikl-Leitner betont, „weil die letzte Wahl erst 18 Monate zurückliegt.“ Dafür gebe es aber einen gemeinsamen Wahlkampf für Sebastian Kurz. Gleichzeitig setzt die Landes-ÖVP auf ein Reißverschlusssystem, wobei auf jeden Mann einen Frau folgt und umgekehrt. Demnach gibt es Parität beim Frauen- und Männeranteil sowohl auf der Landesliste, als auch bei den sieben Wahlkreislisten.

Mikl-Leitner hob  bei der Präsentation auch die Vielfalt der ÖVP-Kandidaten hervor. Das Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren.  Jeder dritte Kandidat sei unter 35 Jahre alt und quasi ein „Jugendkandidat“. Die Jüngste im Bunde der ÖVP ist die erst 20-jährige Wiener Neustädterin Anna Dinhobl. Als älteste Kandidatin tritt Claudia Bock (66) aus Wolfsgraben für die Volkspartei an.

Als Ziel formulierte die ÖVP, mehr Mandate nach Niederösterreich zu holen und damit die Stimmen des Landes im Nationalrat zu stärken. Spitzenkandidat Wolfgang Sobotka setzt  dabei vor allem auf die Hauptthemen Arbeit und den Wirtschaftsstandort Niederösterreich.