Niederösterreich

Erstellt am 04. Dezember 2018, 02:06

von Christine Haiderer

Neue Professur für Allgemeinmedizin. Für die Gesundheitsversorgung in Zukunft braucht es mehr interessierte Jungärzte.

Stephan Pernkopf will bundesweit mehr Studienplätze für Medizin.  |  NÖN

Zwei neue Stiftungsprofessuren soll es an der Karl Landsteiner Privatuni in Krems geben. Eine für Biostatistik und Data-Science, um Studierenden Zahlen und Daten in der Forschung näherzubringen. Und eine für Familien- und Allgemeinmedizin. Die Kosten: 1,8 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren.

Warum gerade Allgemeinmedizin? Damit wolle man den Stellenwert der Allgemeinmedizin erhöhen und die Studierenden ermutigen, nach ihrer Ausbildung im niedergelassenen Bereich tätig zu werden, so Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Um die Versorgung mit Ärzten in Zukunft sicherzustellen, brauche es aber auch im Bund mehr Studienplätze.

Früher gab es allein an der Meduni Wien 2.000, mittlerweile sind es in ganz Österreich 1.600. Und das für 16.000 Bewerber. „Das ist ganz einfach zu wenig. Wir brauchen mehr Ärzte. Dafür haben wir Gespräche mit dem Bund aufgenommen.“

Darüber hinaus werden sechs Millionen Euro, um Platz für die Forschung zu machen, investiert: 3,8 Millionen Euro am Uniklinikum St. Pölten, 1,6 Millionen Euro in Tulln und 600.000 Euro in Krems. Dazu kommen jährlich 2,5 Millionen Euro für Personalkosten & Co.

Neu ist auch eine Publikation der Weltgesundheitsorganisation über Healthacross, die Francesco Zambon von der WHO und NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger präsentierten, als Impuls für andere Projekte weltweit.

„Wir schreiben mit diesen grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekten Erfolgsgeschichte“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner anlässlich Arbeitsgespräch mit Bohumil Simek, Kreishauptmann von Südmähren.