NÖ-Duell Sobotka gegen Kickl. Die beiden ehemaligen Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und Herbert Kickl (FPÖ) stehen an der Spitze der Landeslisten ihrer Parteien. Rätselraten um SPÖ-Kandidat.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 25. Juni 2019 (01:32)
Marschik; FPÖ
Links: Wie 2017 führt Wolfgang Sobotka auch 2019 die ÖVP-Landesliste an.; Rechts: Herbert Kickl führt die FPÖ-Landesliste an. 2017 war Walter Rosenkranz auf Platz eins.

Ein brisantes Duell zeichnet sich im Vorfeld der Nationalratswahl am 29. September ab. Die beiden ehemaligen Regierungsparteien ÖVP und FPÖ schicken in NÖ an der Spitze zwei Ex-Innenminister ins Rennen. Bei der Volkspartei ist Platz eins für den Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka gesichert (2. Eva-Maria Himmelbauer, 3. Johannes Schmuckenschlager, 4. Michaela Steinacker). Neu ist, dass die ÖVP bei dieser Wahl auf einen Vorzugsstimmen-Wahlkampf verzichtet. „Ausnahmsweise, weil die letzte Nationalratswahl erst 18 Monate zurückliegt. Dafür gibt es einen Wahlkampf für Sebastian Kurz“, erklärt die Parteichefin, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Bei den Freiheitlichen wurde in der Vorwoche Sobotkas Nachfolger als Innenminister, Herbert Kickl, an der Spitze der Landesliste präsentiert. Kickl sei die beste Wahl für Niederösterreich, sagt Udo Landbauer, geschäftsführender Klubobmann der FPÖ. Er habe „ein hohes Maß an Geradlinigkeit, ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen und auch ein hohes Maß an Bekanntheit“, formulierte FPÖ-Chef Norbert Hofer seine Beweggründe für Kickl.

Als Beweis, dass der Wahlkampf zwischen ÖVP und FPÖ nicht freundlich ablaufen wird, gab Kickl bereits bei der Präsentation einen Vorgeschmack: Niederösterreich sei ein schönes Land, worüber aber ein „bleierner, schwarzer Schatten“ liege, von dem er die Niederösterreicher befreien möchte. Noch Rätselraten herrscht um Platz eins bei der SPÖ. Es ist mehr als fraglich, ob die frühere Bildungsministerin Sonja Hammerschmid die Liste anführen wird.