NÖ ist Vorzeige-Land für klimafreundliche Bauten. 260 Dienstleistungsgebäude in NÖ erfüllen höchste Klima-Standards. Das sind die meisten in Österreich. Bundesweit gibt es nun 1.000 "klimaaktiv"-Bauten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. März 2021 (09:24)
Bildungshaus St. Georg in Bad Traunstein
Michael Nagl

Das Bildungshaus St. Georg in Bad Traunstein (Bezirk Zwettl) wird seit 1984 als überregionales, kirchliches Bildungszentrum geführt. Weil im Laufe der Zeit der Bedarf an Zimmern und Seminarräumen gewachsen ist, wurde ein Zubau errichtet. Zum Ortsbild passend mit Holz-Fassade. Das örtliche Fernheizwerk liefert Wärme und Warmwasser, die Hackschnitzel und Biomasse dafür stammt aus regionalen Wäldern. Für das Klimaministerium ist das ein Vorzeigebeispiel für klimafreundliches Bauen. 

Gebäude wie dieses, die hohen Klima- und Umwelt-Standards genügen, werden als "klimaaktiv"-ausgezeichnet. So sind dabei etwa Öl- und Gasheizungen nicht möglich und es gibt klare Grenzwerte beim Heizwärmebedarf, für Treibhausgas-Emissionen und Primärenergiebedarf. Österreichweit wurde hier gerade die 1.000er-Marke geknackt. Niederösterreich führt mit rund 230 Dienstleistungsgebäude nach klimaaktiv Standard in diesem Bereich die Liste an. 

Gebäude sorgen für 16 Prozent der CO2-Emissionen

"Die klimaaktiv Neubauten und Sanierungen zeigen österreichweit und in jedem Bundesland wie es geht und, dass Ökologie, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit bestens zusammenpassen – egal ob Wohnhaus, Bürogebäude, Kindergarten oder Pflegeheim“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Schließlich sorgen in Österreich die Gebäude für ein Drittel des Energieverbrauchs und sind für rund 16 Prozent der Treibhausgasemissionen. "Nachhaltige Neubauten und Sanierungen sind somit ein zentraler Hebel auf dem Weg der Bundesregierung zur Klimaneutralität bis 2040", betont Gewessler.

Förderungen für Heizungstausch oder Sanierung

Dafür, dass künftig noch mehr Gebäude Klima-Standards erfüllen, will die Bundesregierung mit Förderungen sorgen. Beispiele sind die kürzlich gestartete Sanierungsoffensive, der  „Raus aus Öl und Gas“-Bonus und der „Sanierungsscheck“. Gefördert werden damit der Tausch von alten, klimaschädlichen Öl- und Gasheizsystemen und die klimafreundliche Sanierung von Gebäuden. Die Sanierungsoffensive wurde heuer erstmals gleich für zwei Jahre beschlossen. Das schafft zusätzliche Planungssicherheit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Mehr dazu unter: http://www.umweltfoerderung.at/