Helga Krismer zur Grünen Listen-Ersten gekürt

Helga Krismer wird bei der für Anfang 2023 geplanten niederösterreichischen Landtagswahl erneut als Spitzenkandidatin für die Grünen ins Rennen gehen. Die Landessprecherin der NÖ Grünen wurde am Sonntag beim Landeskongress in Waidhofen an der Ybbs mit überwältigender Mehrheit als Listenerste gewählt.

Aktualisiert am 17. Oktober 2021 | 14:03

139 der 159 abgegebenen Delegiertenstimmen entfielen auf die Badener Vizebürgermeisterin Krismer. Das ist eine Zustimmung von 90,26 Prozent. Der Wahl zur Listenersten stellte sich auch die Vizebürgermeisterin der Gemeinde Zeiselmauer-Wolfpassing (Bezirk Tulln) Barbara Prewein. Auf sie entfielen 9,74 Prozent der Stimmen. Prewein trat danach auch bei den Wahlen für die weiteren Listenplätze als Gegenkandidatin an.

Helga Krismer, die seit 18 Jahren im NÖ Landtag sitzt, sieht sich durch das Wahlergebnis in ihrer Arbeit bestätigt: „Unsere Ziele sind klar und einfach: Wir wollen ein Überleben in naher Zukunft und ein gutes Leben für jede Person in unserem Land. Es geht bei der nächsten Landtagswahl um mehr Stimmen für eine intakte Umwelt.“ Die Grünen wollen laut Krismer „eine Partei sein, die weiterhin Haltung zeigt, wo andere Hass säen und die gestärkt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wie bisher auf die Finger schaut“.

Die ÖVP nannte Krismer eine Partei, über der ein „konservativer Mief“ schwebe und deren Politik mittlerweile zur PR-Show verkommen sei. Die frisch gewählte grüne Spitzenkandidatin verwies auf ihre christlich soziale Prägung, hielt aber fest, dass sie, seit sie denken könne, eine Grüne sei. Krismer würdigte die Fridays-For-Future-Bewegung der Jugend und versprach: „Wir gestalten mit euch die Zukunft.“

Helga Krismer
Helga Krismer
Die Grünen NÖ

Als Listenzweiter wird bei der NÖ Landtagswahl 2023 Landtagsabgeordneter Georg Ecker aus Hollabrunn antreten. Er erhielt beim Landeskongress in Waidhofen an der Ybbs 90,13 Prozent der Stimmen. Auf dem dritten Listenplatz wird Landtagsabgeordnete Silvia Moser aus Zwettl kandidieren. Sie erhielt eine Zustimmung von 89,81 Prozent. Dahinter wird der Amstettner Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder ins Rennen gehen. 81,17 Prozent der Delegierten sprachen sich für ihn aus.

Bei der Landtagswahl 2018 hatten die Grünen 6,43 Prozent erreicht, 1,63 Prozentpunkte weniger als fünf Jahre zuvor. Damit verringerte sich die Zahl der Mandate der Partei von vier auf drei. Die ÖVP mit Landeshauptfrau Mikl-Leitner hatte 2018 mit 49,63 Prozent zwar Stimmenanteile verloren, aber mit 29 von 56 Abgeordneten die absolute Mandatsmehrheit gehalten.

Die SPÖ und die FPÖ hatten zulegen können. Die Sozialdemokraten waren 23,92 Prozent und 13 Abgeordnete gekommen, die Freiheitlichen auf 14,76 Prozent und acht Mandate. Die NEOS hatten bei ihrem ersten Antreten bei Landtagswahlen in Niederösterreich 5,15 Prozent bzw. drei Sitze erzielt.