Tod nach Impfung in Zwettl: Ursache geklärt. Deutsche Forscher fanden Ursache für Hirnthrombosen nach AstraZeneca-Impfung. Die Erkenntnisse gelten auch für den Fall der 49-jährigen Krankenpflegerin aus Zwettl – wie das AKH der NÖN bestätigt.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 19. März 2021 (19:26)
Das Landesklinikum Zwettl
Markus Füxl

Seit Tagen wird gespannt auf das Obduktionsergebnis der Krankenpflegerin aus Zwettl gewartet. Die 49-Jährige ist, wie berichtet (siehe hier und unten), wenige Tage nach ihrer Corona-Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin gestorben. Nun gibt es Neuigkeiten zur Todesursache, wie die NÖN aus dem AKH Wien erfuhr.

Verwiesen wird in dem Wiener Spital auf eine Erkenntnis, mit der deutsche Forscher heute an die Öffentlichkeit gingen. „Da kamen uns die Deutschen zuvor“, heißt es aus Wien. Sie haben, wie „ndr“ berichtet, festgestellt, dass der Impfstoff die Blutplättchen, also die Thrombozyten, aktiviert. Das passiere normalerweise im Körper nur bei einer Wundheilung, wenn das Blut gerinnt und die Wunde verschließt.

Durch die AstraZeneca-Impfung werde bei einigen Patienten ein Mechanismus aktiviert, der zur Bildung von Blutgerinnseln im Gehirn führe. Da der Mechanismus so klar identifiziert worden sei, habe auch eine gezielte Behandlungsmöglichkeit entwickelt werden können. Betroffenen könne nun ein Wirkstoff verabreicht werden, der gegen die Thrombose hilft, werden die deutschen Forscher im „ndr“ zitiert. Vorsorglich könne das Mittel aber nicht verabreicht werden.

Proben der 49-jährigen Frau aus Zwettl bekamen die deutschen Forscher aus dem AKH. Untersucht haben sie auch weitere Fälle von Hirnthrombosen nach Impfungen. „Die Ursache dürfte so stimmen“, bestätigt Karin Fehringer, Sprecherin des AKH der NÖN. Eine nochmalige Überprüfung des Zusammenhangs zwischen der Impfung und dem Todesfall durch unabhänige Experten stehe aber noch aus.  

Die NÖN wird weiter berichten.