Nur einer von 179 Lolli-Tests war positiv. An fünf Landeskindergärten findet ein Pilotprojekt zur Testung der Jüngsten statt. Probleme gab es am ersten Tag keine.

Von Ondrej Svatos. Erstellt am 07. April 2021 (11:13)
An bunte Zucker-Schlecker erinnert der Lolli-Test nicht. Er funktioniert aber genauso: Durch kurzes Lutschen wird getestet, ob ein Kind mit Corona infiziert ist.
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Seit Dienstag verwenden fünf NÖ-Landeskindergärten die Lollipop-Tests im laufenden Kindergartenbetrieb. Die Jüngsten sollen damit auf Corona getestet werden. Insgesamt wurden am ersten Tag 179 solcher Lollipop-Tests durchgeführt, davon war nur ein Ergebnis positiv. 

„Die Akzeptanz der Lollipop-Tests bei den Eltern, den Kindergartenpädagogen und auch bei den Kindern ist groß. Die Testung ist kindgerecht und unkompliziert abzuwickeln. Für mehr als die Hälfte der Kindergartenkinder liegt bereits eine Einverständniserklärung der Eltern vor“, erklären dazu die beiden zuständigen Landesrätinnen Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) und Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP).

von rechts nach links: Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) gemeinsam mit Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).
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Insgesamt gibt es in den teilnehmenden Einrichtungen mehr als 400 eingeschriebene Kindergartenkinder, wobei derzeit aufgrund des Lockdowns nur eine kleinere Anzahl tatsächlich in den Häusern betreut wird.

Getestet wird zweimal pro Woche

Getestet wird in den Pilotkindergärten nun jeweils am ersten und am dritten Kindergartentag der Woche. An den Testtagen bekommen die Kinder bei der Übergabe am Morgen vor dem Betreten der Gruppenräume einen „Lollipop“, den sie einige Sekunden lang im vorderen Mundbereich hin und her bewegen. Die anschließende Auswertung erfolgt durch das Kindergartenpersonal. Innerhalb von nur 15 Minuten liegt das Testergebnis vor. 

Klare Vorgehensweise bei einem positiven Testergebnis

„Im Falle eines positiven Testergebnisses, werden als erste Maßnahme die Eltern des betroffenen Kindes verständigt und gebeten, das Kind unverzüglich abzuholen oder abholen zu lassen und die Gesundheitshotline 1450 anzurufen. Die Kindergartenleitung muss gleichzeitig laut Epidemiegesetz die Gesundheitsbehörde verständigen“, erklären Königsberger-Ludwig und Teschl-Hofmeister.

Dann erfolgt in der Regel ein PCR-Test, um zu überprüfen, ob das Kind tatsächlich infiziert ist. Wollen die Eltern ihre Tochter oder ihren Sohn aber nicht mit Nasen- oder Rachenabstrich testen lassen, wird aufgrund des positiven Lollipop-Tests die Absonderung durchgeführt.

Die Lollipop-Testungen werden in Thaya, Neumarkt an der Ybbs (Bezirk Melk), Neunkirchen, Weigelsdorf  (Bezirk Baden) und Wolkersdorf (Bezirk Mistelbach) gemacht.