Ärztliche Versorgung und Verkehr beschäftigen Gemeinden. Die Landespartei informierte sich über die Anliegen vor Ort. Dabei zeigte sich, dass Fragen rund um die medizinische Versorgung am Land unter den Nägeln brennen. Außerdem brachten Kommunen Vorschläge für Busrouten-Änderungen und Taktverdichtung ein.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 19. November 2019 (17:15)
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Was in den einzelnen Bezirken gerade unter den Nägeln brennt, wo die Herausforderungen in den Gemeinden liegen und was gut läuft, wollte die ÖVP Niederösterreich von ihren Funktionären vor Ort wissen. In den vergangenen sechs Wochen hielt sie deshalb Bezirkskonferenzen ab. 800 Funktionäre besprachen die Anliegen in und mit den 573 Gemeinden des Landes. 

Schwerpunkt waren bei den Gesprächen die im Jänner beschlossenen Schwerpunkt-Themen der ÖVP Niederösterreich: Arbeit, Gesundheit, Mobilität, Familie, Klima- und Umweltschutz. Erstellt wurden als Basis für die Treffen kleine Büchlein mit den wichtigsten Daten und Fakten zu allen Bezirken. "Man sieht daran, dass jede Region andere Vorzüge, andere Herausforderungen hat – aber eines sieht man auch: Alle Regionen Niederösterreichs verzeichnen eine positive Entwicklung", freut sich ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. 

Ärztliche Versorgung am Land beschäftigt in Gemeinden

Einige Themen kamen jedoch bei den Gesprächen immer wieder auf. Ein Beispiel ist für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die ärztliche Versorgung am Land. "Hier freut es mich, dass wir erst vor zwei Wochen die Einigung unter den Landeshauptleuten erzielt haben, von der Bundesregierung mehr Medizinstudienplätze zu fordern, um hier frühzeitig einem drohenden Mangel entgegenzuwirken. Wir wissen aber, dass es noch weitere Maßnahmen braucht – wie Anreize in Form von Stipendien oder die Schaffung eines Facharztes für Allgemeinmedizin“, merkte Mikl-Leitner an.

Land will Busrouten-Änderungen und Taktverdichtungen prüfen

Viel diskutiert wurde auch der öffentliche Verkehr. "Hier wurden zahlreiche Vorschläge von Busrouten-Änderungen bis hin zu Taktverdichtungen eingebracht. Wir werden alle Vorschläge prüfen und versuchen, sie in kommende Takt- und Routenverbesserungen aufzunehmen", versprach die Landeshauptfrau. Gleichzeitig betonte sie, dass das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in den kommenden Jahren um 30 Prozent erweitert werden soll

Der dritte große Bereich war der Klima- und Umweltschutz. "Unsere Antwort auf diese Herausforderungen ist klar: Klima konkret, tun was ein Land tun kann. Wir als Land Niederösterreich setzen aktuell rund 230 Klimaschutz-Aktivitäten um – rund ein Viertel davon in Partnerschaft mit den Gemeinden", freut sich Mikl-Leitner. Ein Beispiel sei dafür etwa die Straßenbeleuchtung. 137.000 Laternen seien bereits auf energiesparende LED-Technik umgestellt worden. 

Gesprochen wurde bei den einzelnen Konferenzen und Regionstagen auch über den Wohnbau und die Kinderbetreuung. "Auch hier arbeiten wir mit den Gemeinden stetig an einer weiteren Verbesserung – aktuell sind etwa rund 80 Kleinkinderbetreuungsgruppen mit 1.200 Plätzen für unsere Kleinsten in der Errichtungs- und Planungsphase", kündigte die Landeshauptfrau an. Beim Wohnbau bemerkte die ÖVP stolz, dass in 9 von 10 Gemeinden geförderter Wohnbau angeboten werde. 

"Ist eine Partnerschaft, die Erfolge schafft"

Nach den Konferenzen in den Bezirken und dem Treffen zahlreicher Bürgermeister zieht Mikl-Leitner positive Bilanz: "Die Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden ist wortwörtlich eine Partnerschaft, die Erfolge schafft."