Hochschulen, Verkehr und Klimaschutz im Mittelpunkt. Mit einer zweitägigen Herbstklausur in Wiener Neustadt haben sich die Abgeordneten der ÖVP Niederösterreich auf die Arbeit der kommenden Monate vorbereitet.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 18. Oktober 2019 (14:03)
Hacker-Walton
Setzt seinen Fokus auf die Hochschulen, den Verkehr und den Klimaschutz: ÖVP NÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger im Rahmen der Herbstklausur in Wiener Neustadt.

Traditionellerweise gemeinsam mit den niederösterreichischen ÖVP-Mandataren aus dem EU-Parlament, dem Nationalrat und dem Bundesrat hat Niederösterreichs ÖVP in der Wiener Neustädter Fachhochschule im Zentrum ihre Themen für Herbst und Winter abgesteckt. Am Abend des ersten Tages war auch Bundeskanzler a.D. Sebastian Kurz zu Gast, der den Abgeordneten von den laufenden Sondierungsgesprächen berichtete. 

Inhaltlich standen Hochschulen, Verkehr und Klimaschutz im Fokus, erläuterte Klubobmann Klaus Schneeberger.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Hochschulstrategie 2025 soll bedarfsorientiert das Studienangebot und die Forschung ausgebaut werden. Ein Fokus liegt dabei auf dem sogenannten Mint-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). „Hier haben wir kaum weibliche Studierende, daher muss das Ziel sein, diese Fächer attraktiver zu machen“, so Schneeberger. 

Im Bereich des öffentlichen Verkehrs sieht der Klubobmann das Bundesland auf einem guten Weg: 29,1 Prozent der zurückgelegten Kilometer würden mit öffentlichen Verkehrsmitteln absolviert (plus vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr), das sei der zweitgrößte Anteil in ganz Österreich nach Wien. „Hier sind wir gut unterwegs, werden aber weiter ausbauen“, sagt Schneeberger.

Für das kommende Jahr gibt es ein Budgetplus von 40 Prozent für den Öffi-Verkehr, bis zum Jahr 2030 wolle man die Kilometerleistung der öffentlichen Verkehrsmittel um mehr als 20 Millionen Kilometer pro Jahr ausbauen. Schneeberger: „Das Land Niederösterreich investiert in den kommenden zehn Jahren 1,1 Milliarden Euro in den Öffentlichen Verkehr – da sind die Bundesmittel noch nicht mit eingerechnet.“

Noch im Herbst soll der neue Verkehrsdienstvertrag zwischen Niederösterreich, Wien, Burgenland, dem Bund und der ÖBB abgeschlossen werden. In der Oktober-Landtagssitzung soll zudem ein Antrag beschlossen werden, der den Schülerverkehr betrifft: Der Bund soll die Mittel dafür künftig nicht mehr jahresweise, sondern langfristig zur Verfügung stellen. Die organisatorische Verantwortung soll aber bei den Ländern liegen, um den Schülerverkehr besser auf den allgemeinen öffentlichen Verkehr abstimmen zu können.