Wien

Erstellt am 17. Mai 2018, 10:59

von NÖN Redaktion

150.000 erhalten Nachzahlung bei Notstandshilfe. Sozialministerin Hartinger und Arbeiterkammerprädidentin Anderl sind sich einig. Nach einer Panne bei der Berechnung soll es unbürokratisch mehr Sozialgeld geben.

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Wegen eines Fehlers bei der Berechnung haben Bezieher einer Notstandshilfe zu wenig Geld überwiesen bekommen. Jetzt soll die Panne rasch behoben werden, kündigte Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Donnerstag an. Für rund 150.000 Menschen, die Notstandshilfe bezogen haben, soll es Nachzahlungen um insgesamt von 40 Millionen Euro geben.

Es geht um Personen mit Einkommen unter 2.300 Euro

Auslöser ist ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs im Fall einer Beschäftigten, die von der Arbeiterkammer rechtliche Unterstützung erhalten hatte. Demnach wurde der Ergänzungsbetrag zur Notstandshilfe, der nach dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes bezahlt wird, rund drei Jahre lang nicht korrekt überwiesen.

Es geht um Personen, die vor der Arbeitslosigkeit ein Einkommen unter 2300 Euro im Monat erhalten haben und nun einen Familienzuschlag für Kinder bekommen. Speziell betroffen sind viele Alleinerzieherinnen.

Hartinger-Klein kündigte an, dass jene, denen die höhere Notstandshilfe vorenthalten wurde, vom Arbeitsmarktservice (AMS) angeschrieben werden. Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl ist in dem Fall mit der Sozialministerin einig. Die Nachzahlungen müssten rasch und unbürokratisch erfolgen.