Pendler-Sorgen um Parkpickerl. Stadt Wien bekommt in allen Bezirken Tickets für Anrainer. Niederösterreich fordert Lösungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Mai 2021 (08:24)
Symbolbild
APA (Fohringer)

Das Parkpickerl, mit dem Anrainer in ihrem Heimatbezirk jederzeit und so lange sie wollen ihr Auto abstellen können, soll voraussichtlich 2022 von bisher einigen auf alle Bezirke Wiens ausgeweitet werden. Auswirkungen hat diese Ankündigung auch für rund 200.000 Pendler aus NÖ sowie an die Bundeshauptstadt angrenzende Gemeinden, in die die Pendler ausweichen müssen, wenn sie nicht mehr in Wien parken können.

Ludwig Schleritzko will Gespräche mit der Stadt Wien führen.
NLK, NLK

Die FPÖ-NÖ sieht in der Ausweitung des Wiener Parkpickerls deshalb einen „direkten Angriff auf alle niederösterreichischen Pendler“. Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) geht nicht so weit. Er fordert jedoch Gespräche mit der Stadt und gemeinsame Lösungen.

So brauche es aus Schleritzkos Sicht etwa den Ausbau der Park&Ride-Anlagen in Gemeinden rund um Wien. „Heute stehen in NÖ 40.000 kostenlose Park&Ride-Stellplätze für Pkw zur Verfügung und damit mehr als in allen anderen Bundesländern zusammen.“ Die Stadt Wien habe sich bereit erklärt, die Errichtung neuer Anlagen mitzufinanzieren. Konkret werde an der Umsetzung der Anlagen in Himberg, Gramatneusiedl, Trautmannsdorf, Götzendorf (Bezirk Bruck an der Leitha), Leobersdorf, Ebreichsdorf (beide Bezirk Baden), Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt) und Wiener-Neustadt-Stadt gearbeitet.

Für die NEOS braucht es neben dem Ausbau der P&R-Anlagen auch Verbesserungen bei den Öffi-Verbindungen. „Das bedeutet eine bessere Taktung ebenso wie ein kostengünstiges Angebot durch ein Pendlerticket“, sagt Verkehrssprecherin Edith Kollermann.