So schmieden sich die NÖ Parteien den Wahlerfolg

Erstellt am 30. November 2022 | 05:33
Lesezeit: 3 Min
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Im Jänner werden Wahlplakate wie 2018 wieder das Landschaftsbild prägen. Bisher haben ihre Sujets nur die NEOS präsentiert.
Foto: Archiv/APA/Fohringer
Partei-Manager setzen auf Themen wie Teuerung und Klima. Ausgeben werden sie bis zu sechs Millionen Euro.

Die Grünen machten den Anfang und erteilten den Startschuss für den Wahlkampf zur Landtagswahl am 29. Jänner. Die anderen Parteien folgen erst im Jänner. In welche Richtung das Ringen um Stimmen geht, zeigt sich aber bereits.

  • Die ÖVP will sich als „Niederösterreich Partei“ präsentieren und ihre Mitgliederstärke und Organisation in allen Orten betonen. Thematisch wird sie die Teuerung, Kinderbetreuung, den Weg zur Energieunabhängigkeit, leistbares Wohnen und Mobilität in den Fokus stellen. Wann der Wahlkampf-Auftakt stattfinden wird, ließ Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner wie den Termin dafür noch offen. Er betont jedoch, dass der Intensiv-Wahlkampf „kurz und knackig“ im Jänner stattfinden soll.

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Bernhard Ebner: „Wollen Wahlkampf mit Fingerspitzengefühl.“
Foto: Marschik

  • Die SPÖ plant heuer, wie Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar sagt, „aus Kostengründen“ keinen großen Wahlkampf-Auftakt. Anfang Jänner soll es aber eine größere Regionalveranstaltung geben. Zurzeit zeigt die Partei in Sozialen Medien die aus ihrer Sicht gegebenen Unterschiede in ihrer Politik und jener der ÖVP auf: „Mikl-Leitner hat einen Plan für die ÖVP, Franz Schnabl für NÖ“ heißt es etwa. Bei den Themen stellt die SPÖ ähnliche in den Fokus wie die ÖVP: Teuerung, Kinderbetreuung, Pflege oder Wohnen. Ihre Kampagne stamme zum Teil wieder von der Agentur, die 2018 mit Slogans wie „Tatü tata, der Franz ist da“ für Diskussion sorgte.

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Wolfgang Kocevar: „Werden themenorientierten Wahlkampf führen.“
Foto: SPÖ NÖ

  • Die FPÖ plakatiert aktuell ihren Spitzenkandidaten Udo Landbauer, über seiner Schulter sind Landeshauptfrau Mikl-Leitner und die Worte Preisexplosion, Asylchaos und Korruption zu sehen. Das sollen auch die Themen der Freiheitlichen bleiben, die ebenfalls im Jänner ihren offiziellen Auftakt planen.

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Alexander Murlasits: „Wollen mit System der ÖVP brechen.“
Foto: FPÖ NÖ

  • Die Grünen wollen „wichtige Fragen der Zeit wie die Klimakrise auf allen Kanälen transportieren“. Ihr Motto lautet „Politik für morgen“, wie sie bei ihrem Wahlkampf-Auftakt präsentierten. Damit waren sie die erste Partei, die offiziell den Startschuss für das Ringen um Wählerstimmen erteilte.
  • Die NEOS erteilen den offiziellen Startschuss am 11. Jänner, haben mit ihrer Plakat-Präsentation aber bereits einen Vorgeschmack auf die Kampagne gegeben: Sie setzen auf ihre Spitzenkandidatin Indra Collini und werben für saubere Politik.

Ausgeben dürfen die Parteien für den Wahlkampf bis zu sechs Millionen Euro. Eine Einigung auf eine niedrigere Obergrenze, die alle außer der ÖVP forderten, ist unwahrscheinlich. Die ÖVP wird die Grenze – anders als 2018 – aber einhalten, hieß es. SPÖ und FPÖ wollten eine Halbierung, werden aber „nicht einmal“ drei Millionen ausgeben. Die NEOS haben ein Budget von 1,3 Millionen, die Grünen von 1,1.

Ob es ein Fairness-Abkommen für den Wahlkampf geben wird, war vorerst noch offen. Wir bleiben dran...