Wien , Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 14. März 2018, 10:00

von NÖN Redaktion

Sobotka stellt Buch über Flüchtlingsströme vor. Ein Sammelband über historische Veränderungen von Migrations- und Flüchtlingsbewegungen seit der Habsburger-Monarchie wurde im Parlament vorgestellt.

Wolfgang Sobotka  |  Marschik

155.000 Menschen haben seit 2015 in Österreich einen Antrag auf Asyl gestellt. Der starke Zustrom vom Asylwerbern nach Österreich seit dem Sommer 2015 hat seither Wahlen stark mitbeeinflusst. Aber das Phänomen großer Flüchtlingsströme ist keines nur in der Gegenwart. Das zeigt ein nun präsentierter neuer, geschichtlicher Sammelband, der von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Das Buch „Ausnahmeland Österreich. Über den Umgang mit Massenflucht seit dem 18. Jahrhundert“ ist im Mandelbaum Verlag erschienen. Das Werk wurde gemeinsam von Sobotka mit dem Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Akademie der Wissenschaften und dem Zentrum für Migrationsforschung im Wiener Palais Epstein an der Ringstraße vorgestellt. Das Buch erlaubt einen historischen Blick auf die Flüchtlingsproblematik in Österreich in den vergangenen drei Jahrhunderten.

„Schärft den Blick auf die Gegenwart“

Für Sobotka, der als ehemaliger Innenminister hautnah die Schwierigkeiten mit großen Asylwerberzahlen konfrontiert war, ist es wichtig, diesen Überblick über das Flüchtlingsphänomen über lange Zeiten hinweg zu behalten. Damit könne seiner Ansicht nach auch mit Mythen aufgeräumt werden, erklärte der Nationalratspräsident laut Parlamentskorrespondenz. Der Blick auf die Vergangenheit schärfe auch die Sicht auf die Gegenwart und Zukunft der Flüchtlingsproblematik.