Viele Schüler beziehen im Juni wieder Internatszimmer. 2.500 Jugendliche sind in diesem Schuljahr in den 47 Wohnheimen des Landes angemeldet. In einigen Einrichtungen herrscht bereits wieder Betrieb. In den anderen kehrt mit der dritten Phase der Schulöffnung wieder Leben ein. Um das Ansteckungsrisiko gering zu halten, soll es vorerst nur Einzelzimmer geben.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 22. Mai 2020 (14:26)
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Nicht nur die Schultasche, sondern auch den Koffer packen, heißt es momentan für einige Schüler in Niederösterreich. Nachdem der Großteil der NÖ-Schüler bereits Anfang Mai in die Klassen zurückgekehrt ist, folgt am 3. Juni die letzte Etappe der Schulöffnung. Für die rund 52.000 Oberstufen- und Berufsschüler des Landes beginnt dann wieder der Präsenz-Unterricht. Und damit wird auch in den Internaten wieder Leben einkehren. 

Rund 2.500 Jugendliche sind in diesem Schuljahr in den 47 Wohnheimen des Landes angemeldet. Einige weitere wohnen, etwa um sich eine weite Anreise in die Schule zu ersparen, unter der Woche in privat geführten Internaten.

Anfang Mai haben die ersten der Internatsschüler wieder ihre Zimmer bezogen. "Seit 4. Mai gilt sowohl an den Landwirtschaftlichen Fachschulen als auch an den Landesberufsschulen für die Abschlussklassen Präsenzunterricht, was auch mit einer Unterbringung in den Schülerwohnheimen einhergeht", sagt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Die anderen sollen Anfang Juni wieder ihre Zimmer beziehen: "Die meisten Schülerheime der Höheren Schulen sperren im Juni auf, da die Schüler, die diese Heime besuchen auch erst im Juni in die Schule kommen", erklärt Teschl-Hofmeister. 

Schüler sollen alle Einzelzimmer bekommen

Im Bundesschülerheim Horn etwa ist am 2. Juni großer Anreise-Tag. Nachdem die Maturanten bereits in den Wochen zuvor in die Einrichtung zurückkamen, soll ab Anfang Juni wieder "normaler Betrieb" herrschen. 

Doch schon beim Blick auf die Website des Schülerheims zeigt sich, ganz normal wird es auch dann in dieser und allen ähnlichen Einrichtungen des Landes nicht ablaufen.

Auf der Seite wird etwa darauf hingewiesen, dass im gesamten Gebäude Mundschutz getragen werden müsse. Das Bundesministerium rät im Hygiene-Handbuch außerdem zur Einzelzimmer-Belegung. Zwei Schüler dürfen sich nur dann ein Zimmer teilen, wenn sie das wollen und ihre Erziehungsberechtigten schriftlich ihre Einwilligung erteilen. 

In einigen Schülerheimen wird es deshalb wohl auch im Juni noch etwas ruhiger zugehen. Im Internat der LFS Hollabrunn sind etwa bis zum Ende des Schuljahres nur sieben statt der normalerweise über 60 Schüler untergebracht. "Wir haben vorsichtshalber nur die zugelassen, die von wirklich weit weg sind. Sie haben alle Einzelzimmer", heißt es aus der Schule.