Wien , Ybbs an der Donau

Erstellt am 14. März 2018, 12:03

von NÖN Redaktion

Karas: Neuer Anlauf gegen Steuerflucht in der EU. Niederösterreichs ÖVP-Europaabgeordneter Othmar Karas aus Ybbs (Bezirk Melk) wird Mitglied eines neuen Sonderausschusses gegen Steuerumgehung.

Europaabgeordneter Othmar Karas aus Ybbs  |  NOEN, ÖVP

Welche niederösterreichische Unternehmer hat sich nicht schon geärgert: seine Firma muss 25 Prozent Unternehmenssteuer zahlen, während manche multinationalen Großkonzerne teils weniger als ein Prozent Steuer abliefern müssen.

Grund ist die Uneinigkeit der Finanzminister in der EU und ein Steuerwettbewerb zwischen den Staaten. Jetzt soll ein Sonderausschuss des Europaparlaments, dem der Niederösterreicher und ÖVP-EU-Parlamentarier Othmar Karas als Mitglied angehört, Wege zur Steuerflucht von Konzernen verhindern und Vorschläge für mehr Fairness machen.

Für Karas gibt es dabei vier Ziele. Erstens brauche die EU Regeln für die Besteuerung von Internet-Konzernen in Europa. Zweitens soll die Steuerbemessungsgrundlage innerhalb der EU vereinheitlicht werden. Es müsse einheitlich geregelt werden, was und wo besteuert wird.

Drittens müsse verhindert werden, dass mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU und dem Brexit eine Steueroase direkt vor der EU entstehe. Viertens müsse es mehr Transparenz bei der Erstellung Schwarzer Listen von Steueroasen geben. Auch EU-Länder müssten auf diese Liste kommen.

Bereits seit dem Februar 2015 gibt es innerhalb der EU bereits Vorarbeiten zur Thematik der Steuerflucht. Diese Arbeit werde man jetzt mit dem nunmehrigen Sonderausschuss gezielt fortsetzen, versprach ÖVP-Europaparlamentarier Karas.