SPÖ-Chef Schnabl: „Es fällt mir ein Stein vom Herzen“. Niederösterreichs SPÖ-Landesparteichef gibt sich nach der 71-prozentigen Zustimmung für Parteichefin Pamela Rendi-Wagner erleichtert.. SPÖ-Mitglieder für Vermögens- und Erbschaftssteuer.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 06. Mai 2020 (16:35)
Marschik

Nachdem sich bei der internen SPÖ-Mitgliederbefragung 71,4 Prozent für Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-Bundes-Parteichefin ausgesprochen haben, zeigt sich auch Niederösterreichs SPÖ-Landesparteichef und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl erleichtert: „Es fällt mir ein Stein vom Herzen. Endlich können wir den Blick wieder auf das Wesentliche richten“, betont Schnabl im NÖN-Gespräch. Das Ergebnis sei so ausgegangen, wie er es sich erhofft hatte.

Schnabl von hoher Beteiligung überrascht

Dabei war Schnabl eigentlich von der Befragung der bundesweit 160.000 SPÖ-Mitglieder ganz und gar nicht angetan. Er selbst hatte auch keine Empfehlung für seine Parteichefin bei Niederösterreichs Sozialdemokraten abgegeben. Überrascht war Schnabl zwar nicht vom Ergebnis der Vertrauensfrage, viel mehr aber von der hohen Beteiligung. Immerhin hatten 41,3 Prozent an der Umfrage per E-Mail oder per Brief teilgenommen. Noch im März war Schnabl von maximal 20 Prozent an Rücklaufquote ausgegangen. Auch weil er in der Folge vermutete, dass sich die Coronakrise negativ auf die Beteiligung auswirken könnte. Zumindest medial war die Umfrage mit Aufkommen der Viruserkrankung schlagartig verschwunden.

SPÖ-Mitglieder fordern Erbschafts- und Vermögenssteuer

In dem Fragebogen wurde aber nicht nur über die Führungsfrage in der SPÖ abgestimmt. Die Mitglieder dürften auch die Themen mitbestimmen. Laut Schnabl waren hier die Einführung einer Erbschafts- bzw. Vermögenssteuer sowie die staatliche Garantie für die Pflege sowie das Gesundheitssystem von zentraler Bedeutung für die Befragten.