Silvan will mit Sobotka und Kickl am Bau arbeiten. Der Gewerkschafter und SPÖ-Landesspitzenkandidat Rudolf Silvan wetterte in St. Pölten gegen das neue Arbeitszeitgesetz und will die Belastung seinen Konkurrenten mit einem 12-Stunden-Arbeitstag auf der Baustelle beweisen.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 07. September 2019 (16:43)
SPÖ/Käfer
Beim SPÖ-Wahlkampfauftakt in St. Pölten: Bürgermeister. Matthias Stadler, Sonja Hammerschmid, Bürgermeisterin Karin Gorenzel, Nationalratsabgeordneter und Wahlkreis-Spitzenkandidat Robert Laimer, NÖ-Spitzenkandidat Rudolf Silvan, und Landesparteiobmann Franz Schnabl.

Wetterglück hatte die Landes-SPÖ beim offiziellen Wahlkampfauftakt keines. Bei strömenden Regen versammelte sich eine Hundertschaft  von SPÖ-Anhängern und Funktionären am St. Pöltner Riemerplatz.

Doch für den Wahlkreis-Spitzenkandidaten Robert Laimer war ohnehin wichtig, „dass für die SPÖ am 29. September die Sonne scheint.“  Dafür will man vor allem den Dialog mit den Menschen suchen.

Das war für Landesparteiobmann Franz Schnabl auch der Hauptgrund, auf eine große Funktionärsveranstaltung (wie jene der ÖVP am Vortag mit 3.500 Gästen in Tulln) zu verzichten und sich in der Stadt zu versammeln. „Denn wir wollen Politik für die Menschen machen und nicht für die Konzerne“,  so Schnabl, der sich auch für ein faires  Gesundheits- und  Pensionssystem  stark machte.

Pamela  Rendi-Wagner fehlte in St. Pölten

Die große Abwesende beim offiziellen SPÖ-Wahlkampfauftakt  in St. Pölten war Bundesspitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner. Sie tourte mit dem Wahlkampf-Tross bereits  in Oberösterreich. Lob erhielt sie trotzdem.

Und zwar vom SPÖ-Landesspitzenkandidat Rudolf Silvan: „Pam ist ein Glücksfall für die SPÖ und für die Republik“, sagte er in die Menge. Sie sei zäh und zeige Mut und Standfestigkeit wie Silvan betonte. Der Gewerkschafter blieb bei seinem Kernthemen wie die Abschaffung des 12-Stunden-Tages bzw. der 60-Stunden-Arbeitswoche. Dieses sei laut Silvan ein Rückschritt ins 19. Jahrhundert.

Entgegen allen offiziellen Zahlen ortet er in den Gewerkschaftsbüros zahlreiche Beschwerde über das neue Arbeitszeitgesetz. Um seinen NÖ-Konkurrenten Wolfgang Sobotka (Spitzenkandidat der ÖVP) und Herbert Kickl (FPÖ) die schweren Umstände zu beweisen lud er sie offiziell ein, mit ihm einmal zwölf Stunden  auf einer Baustelle zu arbeiten.