Internationales Sprachprojekt verlängert und erweitert. Im Rahmen der Sprachoffensive werden seit 15 Jahren Kindern die Sprachen Tschechisch, Ungarisch und Slowakisch näher gebracht. Das Programm ist aufgrund des Erfolgs auch für die kommenden Jahre gesichert.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 21. August 2019 (12:34)
NLK/Burchhart
VP-Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und EU-Landesrat Martin Eichtinger.

Im Jahr 2003 startete die Sprachoffensive, durch die bisher 16.500 Kinder in über 112 Kindergärten und 57.000 Schülerinnen und Schüler in mehr als 140 Schulen an die Sprachen Ungarisch, Tschechisch und Slowakisch herangeführt wurden. Es gehe dabei darum, „Grundkenntnisse in den Sprachen“ zu erwerben und einen Zugang zu diesen Sprachen zu finden, betonte VP-Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister am Vormittag vor Journalisten. 4,5 Millionen Euro wurden bisher dafür aufgewendet, davon 3,8 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE.

Verlängerung des Programms

Und auch in den kommenden Jahren wird es die Sprachoffensive weiter geben. Das Folgeprojekt mit Ungarn wurde bereits eingereicht und beschlossen, für jenes mit der Tschechischen Republik wird im Oktober über die Genehmigung entschieden. Jenes mit der Slowakei wird im Herbst vorbereitet, über die Genehmigung soll im Frühjahr 2020 entschieden werden. Künftig sollen auch die Regionen selbst stärker in die Projekte eingebunden werden – etwa sind Museums- und Betriebsbesuche angedacht. „Das ist dann auch ein Stück weit Berufsorientierung“, so Teschl-Hofmeister.

EU-weite Förderung junger Talente "wesentlich"

Der für EU-Themen zuständige VP-Landesrat Martin Eichtinger betonte die Bedeutung des Austauschs innerhalb Europas, gerade im Bereich der Jugend. Immerhin sei vor 1989, also vor dem Fall des Eisernen Vorhangs, eine „sehr, sehr harte Zeit für Niederösterreich“ gewesen. Es sei wesentlich, junge Talente europäisch zu fördern – etwa was die Kultur angeht, aber auch bei den Sprachen, und ihnen so mitzugeben, was „Europa verkörpert“ – gerade, wo sich im Jänner die EU-Mitgliedschaft Österreichs zum 25. Mal jährt. Auch in seinem eigenen Büro werde im Herbst ein Tschechischkurs für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starten, kündigte Eichtinger an.

Keine Schließung von Schulstandorten in NÖ

Heute Morgen ist außerdem bekannt geworden, dass 30 Schulstandorte in Österreich geschlossen werden. Niederösterreichische Schulstandorte sind nicht betroffen. Darauf angesprochen, meinte Teschl-Hofmeister dass „natürlich“ alle Schulstandorte immer wieder geprüft würden. Aber: „Wir bekennen uns zur Vielfalt im Schulbereich.“ Über die Volksschul-Standorte fahre „sowieso die Eisenbahn drüber“. Den Neuen Mittelschulen müsste man vielleicht auch noch etwas Zeit geben. Sie sehe die Möglichkeit für die NMS-Direktoren, sich für einen Schulschwerpunkt zu entscheiden, als Möglichkeit, infolge dessen auch entsprechend für den Schulstandort zu werben.