Startschuss für Corona-Testungen im Tourismus. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger begleiteten beim Kirchenwirt in Weißenkirchen in der Wachau die ersten präventiven Corona-Testungen für Mitarbeiter in Beherbergungsbetrieben.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 29. Mai 2020 (14:42)
Startschuss für die präventiven Covid-19-Testungen bei Mitarbeitern im Tourismus beim Kirchenwirt in Weißenkirchen. Im Bild: Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Präsident Josef Schmoll vom Roten Kreuz und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger mit Mitarbeitern des Roten Kreuzes und des Hotelrestaurants Kirchenwirt.
NLK Reinberger

Mit dem Wiederhochfahren der Tourismusbranche starten auch die präventiven Testungen auf das Coronavirus für jene Mitarbeiter der Beherbergungsbetriebe, die mit Gästen in direktem Kontakt stehen. Der Startschuss für die Aktion fiel heute, Freitag, beim Kirchenwirt in Weißenkirchen, der in seinem Hotelrestaurant Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Tourismuslandesrat Jochen Danninger empfing. 

"Sind das sicherste Urlaubsland der Welt"

Die Wachau ist eine der fünf tourismusstarken Pilotregionen, in denen die ab Juli wöchentlichen Corona-Testungen den Betrieben, aber auch den Gästen Sicherheit geben sollen. Für Landesrat Danninger ist es ein entscheidender Schritt in der Öffnung des Weltkulturerbes: "Die Wachau ist ein Treffpunkt von Genießern aus aller Welt. Speziell in dieser Region wollen wir mit den Testungen ein Zeichen für den internationalen Gast setzen, dass wir das sicherste Urlaubsland der Welt sind." 

Köstinger wagt keine Prognose

"Die gewohnte Gastlichkeit präsentieren" will Tourismusministerin Köstinger. Dank der Präventivtests könne das unter Einhaltung der "größtmöglichen Sicherheit" funktionieren. Es sei "ganz wichtig", dass alle Gäste wieder gesund nach Hause fahren. Bis zum Anlaufen der Hauptsaison wolle sie mit den regionalen Tourismusverbänden eine passende Strategie für die Umsetzung der Testungen in den Regionen erarbeiten. Wie nahe man heuer an die Gästezahlen des Vorjahres herankommen könne, traut sich Köstinger nicht zu prognostizieren. In der Wachau liegt die Latte jedenfalls hoch. Die Betriebe verzeichneten 2019 810.000 Nächtigungen.

Land schnürte millionschweres Paket

Für Landeshauptfrau Mikl-Leitner steht die heurige Sommersaison unter dem Motto "weiter aufpassen und gleichzeitig aufmachen". Sie betont die Unterstützung der Tourismusbranche durch das Land, das ein 22 Millionen Euro schweres Paket geschnürt hat und eine großangelegte Kampagne ausrollt. Dass die Wachau als Pilotregion dabei ist, erfüllt Mikl-Leitner mit "Stolz". Die Region nehme damit weltweit eine Vorreiterrolle ein. 

Teilnahme an Projekt freiwillig

Die Teilnahme der Betriebe an den Testungen ist freiwillig. Die Abstriche werden in mobilen Test-Bussen oder Drive-In/Walk-In-Stationen genommen. Projektträger ist ein privates Konsortium in Partnerschaft mit der Wirtschaftskammer. Die Kosten für die Testungen werden vom Bund übernommen. Köstinger rechnet mit einer bereitwilligen Teilnahme der Tourismusbetriebe, die ein Zertifikat fürs Mitmachen erhalten.