Plakate zeigen die Leistungen der Jäger. Mit 318 Plakaten will der Landesjagdverband zeigen, dass Waidmänner und -frauen nicht nur Brauchtum erhalten, sondern auch die Vitalität der Ökosysteme sichern und zur Biodiversität beitragen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Mai 2021 (11:33)
Präsentieren die neuen Plakate: Sylvia Scherhaufer und Josef Pröll.
Usercontent, NÖ Landesjagdverband

Die Leistungen der Jägerinnen und Jäger kommen der Gesellschaft zugute, meint der Landesjagdverband. Zum Aktionstag am 15. Mai will er darauf aufmerksam machen. Gestartet wurde dazu auch eine Plakat-Kampagne. Zu sehen sein werden die Transparente in der zweiten Mai-Hälfte an 318 Stellen in Niederösterreich. Eine weitere Kampagne mit ebenfalls zwei Sujets ist im Herbst geplant. 

„Die Jägerinnen und Jäger kommen einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben nach. Viele der Maßnahmen kommen dabei nicht nur den Wildtieren zugute, sondern der gesamten Flora und Fauna sowie der Gesellschaft“, meint Landesjägermeister Josef Pröll. Vieles, das in Niederösterreich als gegeben hingenommen werde – von der Gestaltung der Kulturlandschaft über Tradition und Brauchtum bis hin zu gesunden Wild- und Haustieren – sei der Arbeit der Jägerinnen und Jäger zu verdanken. "Das greifen wir mit der Kampagne auf", erklärt Pröll. 

Damit soll Bewusstsein für die Leistungen der Jägerinnen und Jäger geschaffen werden. "Denn sie entwickeln Lebensräume für Wildtiere, die einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten, und sichern die Vitalität der Ökosysteme vor allem in Zeiten des Klimawandels. Die Menschen profitieren dabei auch von vielfältig und naturnah gestalteten Naherholungsräumen“, sagt die Generalsekretärin des NÖ Jagdverbands, Sylvia Scherhaufer. Sie verweist dazu auf die Wildökolandaktion, im Zuge derer seit 1967 insgesamt 3,65 Millionen Bäume und Sträucher gepflanzt wurde. Damit könnte man die Strecke Wien-Athen auspflanzen. 

In Revieren werden Lebensräume geschaffen

Aber auch in den Niederwild-Versuchsrevieren sowie allen anderen Revieren in Niederösterreich werden ganzheitlich Lebensräume geschaffen und miteinander verbunden. Das Bild für das Plakat ist im Niederwild-Versuchsrevier Zillingdorf im Bezirk Wiener Neustadt entstanden. Hier arbeiten Gemeinde, Jägerschaft und Landwirte seit vielen Jahren gemeinsam zusammen. Sie haben Feuchtbiotope, Remisen und andere Biotope geschaffen sowie zahlreiche Bäume, Sträucher, Hecken und Brachflächen gepflanzt und angelegt. 

Beitrag zur Gesunderhaltung der Wildtierbestände

Eine weitere wichtige Aufgabe sei die Gesunderhaltung der Wildtierbestände. Dazu zählt das Entnehmen von kranken und seuchenverdächtigen Tieren, aber auch die Untersuchung von Fallwild. Dazu arbeitet der NÖ Jagdverband mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) zusammen.

Die Jägerinnen und Jäger übermitteln in Transportboxen Fallwild an das FIWI, das es auf unterschiedliche Krankheiten untersucht, und erhalten anschließend den Befund.

Unter Fallwild versteht man totes Wild, das nicht erlegt wurde. Die untersuchten Tiere sind zu einem großen Teil Füchse und Feldhasen, da bei diesen beiden Wildtierarten bei bestimmten Krankheiten die Gefahr einer Übertragung auf den Menschen und vor allem Hunde besteht. Das ist das Thema des zweiten Plakats.