Perchtoldsdorf: "Mehr Farbe für mehr Achtsamkeit"

Erstellt am 06. Oktober 2022 | 12:17
Lesezeit: 3 Min
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Rosegger-Volksschülerinnen und -Volksschüler demonstrieren, wie die Spazierraupe des ÖAMTC funktioniert.
Foto: Dworak
Die neue NÖ Verkehrssicherheitskampagne von Radland Niederösterreich (Agentur für Aktive Mobilität) unterstreicht die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr als entscheidenden Beitrag zur Verkehrssicherheit.

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Start für die Aufmerksamkeits-Kampagne: Susanne Hauptmann (GF Radland NÖ) Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Ludwig Schleritzko.
Foto: Bollwein

„Um Neues auszuprobieren, dafür ist Perchtoldsdorf der richtige Ort“, war Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, überzeugt und verwies auf die ungewöhnlichen blau-gelben Farbmuster zwischen und vor den Schutzwegen in der Tröschgasse im Bereich Roseggergasse. Sie sind wesentlicher Teil der aktuellen Kampagne „Mehr Farbe für mehr Achtsamkeit“, die das Land NÖ und Radland NÖ gemeinsam mit dem KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) gestartet haben. 

Die bunten Symbole sollen dazu beitragen, den Aufmerksamkeitslevel aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Erstmals in Österreich wird die Wirkung derartiger Markierungen auch wissenschaftlich begleitet und untersucht, erste Ergebnisse sollen im Dezember 2022 vorliegen.

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Die auffälligen blau-gelben Markierungen vor dem Schutzweg Tröschgasse/Hyrtlallee.
Foto: Dworak

„Das Land Niederösterreich und die Gemeinden entschärfen jährlich etwa 100 gefährliche Straßenstellen“, betonte Mikl-Leitner. Dennoch brauche es „die Bewusstseinsbildung für die Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Denn der Blickkontakt im richtigen Moment hilft, die Sicherheit auf unseren Straßen zu steigern. Man darf nie vergessen, dass ein Leben ausgelöscht werden kann, wenn man nur für wenige Sekunden unachtsam ist“.

Teilprojekt der Kampagne "Schenk mir einen Augenblick"

Das Projekt „Mehr Farbe für mehr Achtsamkeit“ bildet den Auftakt zur neuen Verkehrsicherheitskampagne des Landes unter dem Motto: „Schenk mir einen Augenblick“, neben Perchtoldsdorf soll es in jedem Viertel Testbetrieb in einer Gemeinde geben.

Für Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko, ÖVP, steht fest: „Achtsamkeit im Straßenverkehr kann Missverständnisse aus dem Weg räumen und Menschenleben schützen.“ Man wolle „nicht Angst machen und mit dem erhobenen Zeigefinger abmahnen, sondern positive Impulse setzen, damit alle ein Stückchen mehr aufeinander achtgeben“, unterstrich Susanna Hauptmann, Geschäftsführerin von Radland Niederösterreich.

Damit das Motto der Kampagne auch mit Leben erfüllt wird, wurden und werden laufend Projekte und Aktionen erarbeitet. Mit der KFV-Unterrichtsmappe „Mit Risi & Ko unterwegs“ gibt es für jede Volksschule in Niederösterreich den richtigen Leitfaden für die Verkehrs- und Mobilitätsbildung.

Als Ergänzung dazu wurde speziell für die Schüler der ersten Volksschulklasse das Schüler-Elternheft „Post von Risi & Ko“ entwickelt, wo nicht nur die Sichtbarkeit im Straßenverkehr kindgerecht vermittelt, sondern auch die besondere Bedeutung des Zufußgehens für Kinder unterstrichen wird. Und die ÖAMTC-Spazierraupe bietet Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen Unterstützung bei Spaziergängen: ausgestattet mit Haltegriffen sorgt sie dafür, dass die Jüngsten in der Gruppe zusammenbleiben und sicher durch den Straßenverkehr kommen.

In Niederösterreich werden im Straßenverkehr jährlich im Durchschnitt (2017 – 2021) 8.364 Personen verletzt - die Ursachen für Unfälle sind häufig Gefahrensituationen, die vermeidbar gewesen wären.

deraugenblick.at

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