Viele Fragen rund um das Öl-Aus. Politik verhandelt Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. NÖN-Leser fordert Hybrid-Modelle.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. April 2021 (04:05)
Franz Schnabl: „Ausstieg aus fossilen Brennstoffen muss dem Staat etwas wert sein.“
NOEN, Franz Schnabl „Ausstieg aus fossilen Brennstoffen muss dem Staat etwas wert sein.“

Die 90.000 Öl-Heizungen, die es noch in Niederösterreich gibt, sollen dem Klima zuliebe spätestens in 20 Jahren kalt bleiben. Wie berichtet, wird dazu ein Stufenplan in der Bauordnung verankert. Ältere Heizkessel müssen dann schon bald, jüngere bis 2040 „rausgeschmissen“ werden.

Zur Umsetzung und Leistbarkeit sind aber noch Fragen offen. Das lässt auch einen betroffenen Mostviertler nicht kalt, der sich mit seitenweise konkreten Ideen zum Öl-Aus an die NÖN wandte.

Politisch zuständig ist für die Verankerung des Öl-Heizungsverbots Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ). Die Sozialdemokraten pochen auf eine sozial verträgliche Lösung und eine entsprechende Förderkulisse. Das dürfte auch der Grund sein, warum das Ende dieser Heizform noch nicht besiegelt ist. Mit dem Bund wird noch verhandelt.

„Die soziale Verträglichkeit ist der einen Punkt“, meint der Mostviertler und betont, dass der Umstieg bis zu 20.000 Euro koste. Gleichzeitig findet der Mann, dass auch „klimafreundliche Vorleistungen“ berücksichtigt werden müssen. „Es ist klar, wir müssen CO 2 einsparen. Wenn ich nachweisen kann, dass ich das tue, aber trotzdem mit Öl heize, muss mir das angerechnet werden.“

Er nennt das Beispiel seiner Familie: Die hat ihre Öl-Heizung in den 90er-Jahren errichtet. Anfang der 2000er folgte eine thermische Sanierung des Hauses, außerdem wurde eine Wärmepumpe angeschafft. Mittlerweile erzeugt die Familie auch mit einer PV- und einer Solaranlage sauberen Strom. „Die Ölheizung wird verwendet, um an sehr kalten Tagen Spitzen abzudecken.“

Die Frage, ob es derartige Hybridmodelle in Zukunft noch geben wird, lässt Schnabl offen. Er verweist darauf, dass der Entwurf zum Ausstieg aus fossilen Heizstoffen gerade verhandelt werde. „Wir möchten diesen Ergebnissen nicht vorgreifen.“