Land NÖ erwartet langen Weg aus Coronakrise. Das Land Niederösterreich erwartet einen langen Weg aus der Coronakrise. Eine Erholung könne bis mindestens 2023 dauern, sagte Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) am Freitag unter Berufung auf Wirtschaftsforscher.

Von APA, Redaktion. Update am 05. Juni 2020 (16:09)
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Bisher seien seitens des Landes Unterstützungspakete im Umfang von 1,043 Mrd. Euro mobilisiert worden, im Herbst sollen Corona-Budgets für 2020 und 2021 folgen.

"Die Wirtschaft in Niederösterreich ist ins Rutschen gekommen, viele Existenzen sind davon betroffen", blickte Schleritzko auf die Zeit des Shutdowns zurück. Während der akuten Krisensituation seien mit 14 größeren Paketen abseits der eigentlichen Gesundheitsversorgung Pflegeleistungen sichergestellt, Unternehmen unterstützt und Familien entlastet worden.

"Nachdem wir raschest Hilfen sicherstellen konnten, geht es in den nächsten Monaten darum, bestens zu helfen. Wir müssen unsere Mittel, die auch nicht endlos verfügbar sind, gezielt einsetzen", sagte der Finanzlandesrat. Mit dem Basis-Budget für 2021 seien Mittel sichergestellt, die unter anderem Menschen in Beschäftigung halten und Personen neue Chancen am Arbeitsmarkt geben sollen.

Zusätzliche Maßnahmen und neue Initiativen verspricht sich Schleritzko von den Corona-Budgets für die Jahre 2020 und 2021, die bis zum Herbst stehen sollen. "Wir werden zur Erstellung dieser Budgets auch Inputs aus Wissenschaft und Forschung einarbeiten und Fachleute von außerhalb einbeziehen." Für Anfang September sei etwa ein Termin mit dem aus Experten verschiedenster universitärer und privater Einrichtungen bestehenden Finanzforum angesetzt.

NEOS-Kritik an bisherigen Corona-Hilfen

Die Bilanz der bisherigen Unterstützungsmaßnahmen in der Coronakrise ist von den NEOS kritisch gesehen worden. Es würden Maßnahmen als Corona-Hilfe verkauft, "die ohnehin im Budget 2020 geplant waren", befand Helmut Hofer-Gruber, Wirtschaftssprecher der niederösterreichischen Pinken.

Dass Betriebe im Bundesland nun in Bedrängnis geraten, liege auch in der Verantwortung des Landes. Es sei zu sehr auf Abwarten gesetzt und auf den Bund geschielt worden, wurde Hofer-Gruber in einer Aussendung zitiert.