10.000 Häuser pro Jahr werden grün. Für Wohnbaugenossenschaften und Private gibt es künftig mehr Förderungen für Begrünung.

Von Maria Prchal. Erstellt am 18. Juli 2019 (19:34)
NLK Pfeiffer
Pro Jahr sollen rund 10.000 Häuser, Wohnungen und Gärten noch grüner und ökologischer gestaltet werden: Manfred Damberger, NÖ Landesgruppenobmann des österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, Landesrat Martin Eichtinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Christian Rädler, Aufsichtsratsvorsitzender von „Natur im Garten“

Pflanzen am Dach, an der Fassade, am Balkon – das schaut nicht nur schön aus, sondern trägt auch seinen Teil gegen den Klimawandel bei. Denn sie kühlen ihre Umgebung und halten auch die Temperaturen im Gebäudeinneren konstant.

Deswegen wird das Land Niederösterreich im Zuge seiner Wohnbauoffensive jetzt vermehrt die Begrünung von Wohnhäusern fördern. Einerseits für Private, andererseits soll auch im Genossenschafts-Wohnbau mehr Wert auf Begrünung gelegt werden.

Damit sollen jedes Jahr 10.000 Häuser „noch grüner und ökologischer gestaltet werden“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei einer Pressekonferenz.

Förderungen für Private und Genossenschaften

Ein Schritt ist, die Förderungen für Private auszuweiten. Für ein begrüntes Dach gibt es bereits eine Finanzspritze von 1.500 Euro. Die können sich die Niederösterreicher jetzt auch für begrünte Fassaden holen.

Außerdem gibt es ab Oktober ein zusätzliches Förderdarlehen von 1.500 Euro für passiven Sonnenschutz.

Ein begrüntes Dach habe einen 10 Mal höheren Kühleffekt, als ein „nacktes“, betont Landesrat Martin Eichtinger.

Die Begrünungs-Initiative wird außerdem auf Wohnbaugenossenschaften ausgeweitet. Für die besteht jetzt die Möglichkeit, sich sowohl bei Sanierungen als auch bei Neubauten, von „Natur im Garten“-Experten beraten zu lassen. Seit 20 Jahren setzt sich dieses Projekt für ökologische Gärten ein.

Fünf Projekte um 20.000 Euro

Und dieses Angebot wird genutzt: Aktuell werden fünf Projekte mit je 20.000 Euro bei ihrer Fassadenbegrünung unterstützt. Christian Rädler, Aufsichtsratsvorsitzender von „Natur im Garten“ und selber Vorsitzender einer Wohnbaugenossenschaft, versuche mit gutem Beispiel voranzugehen. Etwa setze er auf Nützlingshotels und Blumenwiesen.

Niederösterreich baut am nachhaltigsten

Ziel sei, so Eichtinger: „Von den 10.000 Förderanträgen im Jahr, soll jeder einen ökologischen Aspekt beinhalten.“ Erst letztes Jahr sei das Land bei einem Ranking von Global 2.000 zu nachhaltigem Wohnbau österreichweit auf Platz Eins gelandet.