Girls' day: "Mädels, wir brauchen euch alle!". 91 Unternehmen öffnen morgen ihre Pforten. Rund 1.800 interessierte Schülerinnen schnuppern im Rahmen des 18. Girls' Day in technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufsbilder.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 24. April 2019 (11:46)
Nadja Straubinger
Girls' Day auch bei Geberit: Gerti Wallner, Ingeborg Dockner, Chantal Kainz, Helmut Schwarzl, Martina Wimmer, Christiane Teschl-Hofmeister und Sven Hergovich.

Noch immer entscheiden sich fast die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge für drei Ausbildungen: Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau oder Frisörin. "Uns geht es darum, den Horizont zu öffnen. Es gibt 200 Lehrberufe", betont Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Oft können sich die Mädchen unter den Berufen nichts vorstellen, das soll der Girls' Day ändern. Bei Besuchen in den Unternehmen kommen die Schülerinnen ins Gespräch mit den Mitarbeiterinnen. "Mädels, wir, die Wirtschaft, brauchen euch alle", appelliert Ingeborg Dockner von der WKNÖ. Und auch Teschl-Hofmeister macht Mut: "Ihr werdet in einer Zeit mit der Schule fertig, in der die Firmen auf Mitarbeiter warten."

Neue Berufe bieten alle Chancen

Bei Geberit in Pottenbrunn werden seit über 25 Jahren Lehrlinge ausgebildet, auch viele junge Frauen. Zwei davon führen die Schülerinnen der NMS Eichgraben durch das Werk und erklärten was "Kunststoffformgeberinnen und Werkzeugtechnikerinnen" zu tun haben.

Geberit-Geschäftsführer Helmut Schwarzl hebt mit Blick auf den Facharbeitermangel hervor: "Wir brauchen diese jungen Frauen." Dass sich der Mangel an Facharbeitern noch weiter zuspitzen wird, darauf weist auch die Geschäftsführerin der „Jungen Industrie NÖ“ Gerti Wallner hin. "Im Mint-Bereich betrifft das alle Ausbildungslevels von der Lehre bis zum Studium."