Unterradlberg

Erstellt am 22. Januar 2019, 01:50

von Anita Kiefer

Ein Kultgetränk im Alleingang. Zusammenarbeit mit Coca Cola wurde beendet. Abgefüllt wird bei Vöslauer und Egger.

Gerhard Schilling aus Klosterneuburg ist seit 2004 Geschäftsführer von Almdudler.  |  Almdudler/Lipiarski

Almdudler als Sirup. Almdudler mit Himbeer- oder Grapefruitgeschmack. Oder als Muntermacher in der Geschmacksrichtung Ingwer & Matcha. Dass die bekannte österreichische Kräuterlimonade mehr als nur ein Gesicht hat, dafür hat das Unternehmen vor allem in den vergangenen Jahren gesorgt. Produktinnovationen wurden in den Markt eingeführt und wieder herausgenommen, um neue Zielgruppen anzusprechen.

In Almdudler, das ein Wiener Familienunternehmen der Familie Klein mit 62 Mitarbeitern ist, steckt viel NÖ. Ende 2018 hat Almdudler die Zusammenarbeit mit Coca Cola, bis dahin als Lizenznehmer für Abfüllung und den Gastronomie-Vertrieb zuständig, beendet.

Aber zurück zu Niederösterreich: Zum einen steht an der Spitze der Firma seit 2004 Gerhard Schilling, der seit über 20 Jahren in Klosterneuburg lebt. Zum anderen werden die Getränke bei Vöslauer (Bezirk Baden) bzw. im Falle des Sirups und Spezi, für das Almdudler die Markenrechte in Österreich erworben hat, bei Egger in Unterradlberg (Bezirk St. Pölten) abgefüllt.

„2019 wollen wir die neuen Almdudler-Produkte weiter wachsen lassen.“ Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling 

Rund 80 Prozent des Umsatzes werden aber nach wie vor mit dem klassischen Almdudler gemacht. Wie hoch dieser Umsatz ist, wird nicht verraten. Nur so viel: 2018 bewegte er sich im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

80 Millionen Flaschen und Dosen sind 2018 von allen Produkten verkauft worden. Für 2019 hat Schilling ein Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent als Ziel. Mehr als ein Viertel des Geschäfts macht Almdudler im Ausland, vor allem in Deutschland. Da sieht Schilling auch noch sehr viel Potenzial – schon jetzt gehen 80 Prozent der Exporte zu den deutschen Nachbarn.

Für die Zukunft ist der Fokus klar: „Warum sollten 80 Millionen Deutsche weniger Almdudler trinken als acht Millionen Österreicher?“ Aber auch neue Märkte sind möglich – Ende 2018 gab es eine Testlieferung nach Korea. „Ein breiterer Test mit einer signifikanten Flaschenanzahl ist jetzt geplant“, verrät Schilling.