Starke Nachfrage nach Beratung. AK hat Ansprüche in Höhe von 56 Millionen Euro durchgesetzt.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 18. Februar 2020 (01:30)
Arbeiterkammer NÖ-Präsident Markus Wieser.
Franz Gleiß

Es sind Themen wie korrekte Entlohnung, falsch berechnete Abfertigungen oder Versicherungsansprüche, die die Arbeits- und Sozialrechtsexperten der Arbeiterkammer (AK) NÖ täglich bei ihren Beratungen erreichen. Insgesamt 150.000 Beschäftigte hat die AKNÖ im Vorjahr zu Themen rund um das Arbeits- und Sozialrecht beraten. Ansprüche in Höhe von 56 Millionen Euro konnten so laut AKNÖ 2019 geltend gemacht werden.

In rund 4.200 Fällen etwa hat die AKNÖ die Zahlung ausstehender Löhne und Gehälter erwirkt, indem beim Arbeitgeber interveniert wurde. Für knapp 1.800 Arbeitnehmer ging sie vor Gericht. „Jeder vierte Beschäftigte hat im Vorjahr unsere Hilfe in Anspruch genommen“, so Präsident Markus Wieser.

Die AKNÖ hat außerdem 2018 ihre Pflegegeld-Beratung gestartet, die 2019 erstmals ein gesamtes Jahr über angeboten wurde. Rund 480.000 Euro wurden hier für Betroffene und Angehörige allein im Vorjahr erkämpft.

Dass die Höhe der erstrittenen Summe im Vergleich zum Jahr davor gesunken sind, führt Doris Rauscher-Kalod, Leiterin der AKNÖ-Abteilung Arbeits- und Sozialrecht, darauf zurück, dass es den Betrieben „wirtschaftlich besser“ gehe. 2018 wurden nämlich 66 Millionen Euro erkämpft.