Niederösterreich bleibt an Spitze der Windkraft. Wolkersdorfer Fritz Herzog löst Martin Steininger als Obmann der IG Windkraft ab.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 08. Juli 2020 (04:26)
Fritz Herzog ist neuer Obmann der IG Windkraft. „Ich will einen Beitrag leisten, um den Klimaschutz voranzutreiben“, sagt er zum Antritt seiner neuen Funktion.
Astrid Knie

84 Prozent des Windkraftanlagen-Bestandes wurden in den vergangenen 15 Jahren errichtet. Die erzeugte Windstrommenge hat sich in dieser Zeit mehr als vervierfacht. Aus der ersten Reihe mitbestimmt hat das Martin Steininger. Der Ernstbrunner (Bezirk Korneuburg) war seit 2005 Obmann der IG Windkraft. Nun legte er die Funktion zurück. Übernommen hat Fritz Herzog – und damit wieder ein Niederösterreicher.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die erzeugte Windstrommenge vervierfacht.
Erwin Wodicka

Zufall ist das laut IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl keiner. „NÖ ist das Windkraft-Land Nummer eins“, meint er. Momentan gibt es hier 744 Anlagen. „Österreichweit kann die Windkraft elf Prozent des Strombedarfs decken, in Niederösterreich ist es rund ein Viertel“, fügt Steininger hinzu.

Der Weg ist trotzdem noch weit, weiß der frischgebackene Obmann der IG Windkraft. „Wenn Österreich bis 2040 100 Prozent des Energieverbrauchs aus Erneuerbarer Energie decken will, gibt es noch viel zu tun“, spielt Herzog auf die im Regierungsprogramm festgelegten Klima-Ziele an. Dafür brauche es aus der Sicht des Wolkersdorfers gesetzliche Bestimmungen und dann einen deutlichen Zubau der Windkraft. Dass in NÖ künftig viele neue Windräder stehen, heißt das aber nicht. „Wir müssen bei der Leistung zubauen, nicht bei der Stückzahl“, sagt er und betont, dass sich auf dem Gebiet in den vergangenen Jahren bereits einiges getan habe.