Selbstbeschränkung & erste Öffnungen. Über Wochen mussten Fachhändler geschlossen halten, während Supermärkte Non-Food-Produkte verkaufen durften. Nach Ostern dürfen Fachhändler wieder öffnen.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 08. April 2020 (03:24)
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Noch Mitte der Vorwoche hatten die Lebensmitteleinzelhändler Spar, Hofer und die Rewe Group (Billa, Merkur, Penny) gegenüber der NÖN relativ unisono beteuert, dass sie den Non-Food-Bereich uneingeschränkt weiterverkaufen werden. Davor waren sie ja stark in der Kritik gestanden, weil Fachhändler wie Baumärkte und Elektrogeschäfte geschlossen halten mussten und einen Verkauf coronabedingt nur online durchführen durften, während in Supermärkten Waschmaschinen und Co. angeboten wurden.

Grund für diesen Umstand ist eine Unschärfe in der entsprechenden Verordnung des Gesundheitsministeriums. Auch Wirtschaftskammer (WK) und Wirtschaftsbund NÖ hatten die Lebensmitteleinzelhändler nachdrücklich gebeten, den Verkauf aus Fairnessgründen auf die Produkte des täglichen Bedarfs zu beschränken – lange erfolglos. Hunderte Beschwerden gab es dazu bei der WKNÖ.

Ende der Vorwoche kam schlussendlich die Meldung, dass sich die CEOs der genannten Ketten plus jene von Lidl und Metro auf eine freiwillige Selbstbeschränkung verständigt haben – ab Karsamstag, also quasi nach dem Ostergeschäft. Jetzt am Montag verkündete die Bundesregierung: Ab 14. April, also dem Dienstag nach Ostern, dürfen auch kleinere Geschäfte wieder öffnen, Einkaufszentren und Friseure sollen per Mai folgen. Gastronomie, Hotels und andere Bereiche werden erst Mitte Mai öffnen können.