Neue Verhaltensregeln für Märkte. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Innenminister Karl Nehammer schaffen mit zehn Verhaltensregeln die Grundlage dafür, dass Bauern- und Wochenmärkte weiterhin abgehalten werden können.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 05. April 2020 (09:57)
Der Markt am St. Pöltner Domplatz (Symbolbild)
Arman Behpournia/Magistrat St. Pölten

Jeder hat sie noch vor Augen: die Bilder vom dichten Gedränge auf Wiener Märkten. Auch wenn die Disziplin der Besucher auf den großen Märkten in Niederösterreich wie beispielsweise jenem auf dem Domplatz in St. Pölten deutlich größer war, schärften Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Innenminister Karl Nehammer jetzt nach und erarbeiteten konkrete Verhaltensregeln für Bauern- und Wochenmärkte. Werden diese Regeln eingehalten, können die Märkte weiterhin abgehalten werden.

Köstinger betont, dass die Bauern- und Wochenmärkte wichtig für die Lebensmittelversorgung, aber auch für die 36.000 landwirtschaftlichen Betriebe sei. „Sie sind regionale Nahversorger für viele Menschen. Mit diesen Verhaltensregeln schaffen wir größtmögliche Sicherheit für Kunden, aber auch Betreiber“, erklärt  die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

Oberstes Ziel sei es, das  Risiko einer Ansteckung auf ein Minimum zu reduzieren. Nehammer appelliert an das Bewusstsein der Menschen, dass es bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 „nicht nur um ihre eigene Gesundheit geht, sondern auch um die Gesundheit ihrer Mitmenschen.“ Zugleich kündigt er an, dass die Exekutive einschreiten werde, wenn diese Verhaltensregeln missachtet werden.

Die zehn Verhaltensregeln für Wochen- und Bauernmärkte im Überblick:

1. Halten Sie zwischen Ihnen und den Miteinkaufenden einen Mindestabstand von einem Meter ein. 

2. Bilden Sie Warteschlangen an Ständen, an denen besonders viel los ist und achten Sie auch dabei ebenso auf den notwendigen Mindestabstand.

3. Sowohl Standbetreiber wie auch Kundinnen und Kunden werden angehalten einen Nasen- und Mundschutz sowie Einweghandschuhe zu tragen. Die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln bei den Verkaufsständen wird empfohlen.

4. Die Veranstalter werden ersucht, die Abstände zwischen den Ständen bzw. Verkaufshütten – sofern das möglich ist – zu erhöhen.

5. Die Standbetreiber können weitere Vorkehrungen zur Reduktion des Infektionsrisikos – wie etwas Schutzscheiben zwischen Stand und Einkäufer – treffen.

6. Vor Ort sollen keine Speisen und Getränke zur direkten Konsumation ausgegeben werden.

7. Die Einkäufe sollen zügig erledigt und die Verweildauer am Markt damit so kurz wie möglich gehalten werden.

8. Einkaufen oder anbieten dürfen nur Personen, die gesund sind und keine Symptome einer Infektionskrankheit zeigen.

9. Personen, die zur Risikogruppe zählen – insbesondere ältere Menschen – sollen ihre Einkäufe nach Möglichkeit vorbestellen und/oder von Menschen aus ihrem nahen Umfeld erledigen lassen. Wenn dies nicht möglich ist, müssen Einkäufe zügig erledigt werden.

10. Die Betreiber von Märkten werden ersucht, Standinhaber und Kunden regelmäßig auf die Einhaltung dieser Verhaltensregeln hinzuweisen.