ÖBB: Ärger für Nutzer von Jahreskarten. Bei AKNÖ gehen Beschwerden wegen fehlender automatischer Rückzahlungen ein.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 06. August 2019 (06:17)
APA/Roland Schlager
Die Züge der ÖBB müssen pro Monat eine Pünktlichkeit von 95 Prozent auf der Strecke erreichen, für die eine Jahreskarte gilt – ansonsten gibt es Geld zurück.

Besitzer einer ÖBB-Jahreskarte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn die Züge unpünktlich sind. Konkret: Unterschreitet die Pünktlichkeit in einem Monat 95 Prozent, gibt es Geld zurück. Um das in Anspruch nehmen zu können, müssen sich die Jahreskartenbesitzer registrieren. Nach Registrierung und Ablauf des Jahres erhalten die Personen ihr Geld automatisch retour überwiesen.

Nur: Es häufen sich die Beschwerden bei der Arbeiterkammer (AK) NÖ, dass nach dem Ablauf eines weiteren Jahres das Geld nicht mehr automatisch überwiesen wird. Ein Angestellter, der von Hennersdorf nach St. Pölten pendelt, etwa hatte dieses Problem. Nach einem Jahr hätten im System plötzlich Einstiegs- und Ausstiegspunkt gefehlt, sagt er – ein Grund, warum die Überweisung nicht erfolgen kann. Erst auf Anfrage bei den ÖBB seien diese wieder ergänzt worden.

Warum die Daten bei manchen Jahreskartenbesitzern nach einem Jahr nicht mehr im System sind, sei laut ÖBB auf Änderungen bei den Jahreskartendaten zurückzuführen. Laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif gab es in ganz Österreich 2018 rund 3.000 Anfragen und Beschwerden zu dem Thema. AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister empfiehlt Jahrespendlern, einmal im Jahr zu überprüfen, ob ihre Kundendaten bei den ÖBB vollständig sind.