Flughafen Wien bietet automatisches Schrankensystem. Sie wollten schon immer etwas Bestimmtes vom Flughafen Wien wissen? Der Flughafen beantwortet in den nächsten Wochen jede eingesendete Frage, die Antworten werden in Ihrer NÖN-Lokalzeitung und hier veröffentlicht.

Erstellt am 19. August 2019 (09:44) – Anzeige
Shutterstock.com, pedrosala
Symbolbild

Hans-Peter Kohlberger (Melk): Ich bringe öfter Personen zum Abflugterminal, wo seit kurzem eine Schrankenanlage installiert ist. Dabei sind mir sowohl bei der Einfahrt als auch bei der Ausfahrt Kameras aufgefallen, die jedes Fahrzeug aufzeichnen. Beim Hinausfahren öffnet sich dann in der Regel der Schranken automatisch, egal ob zehn Minuten frei oder darüber kostenpflichtig geparkt wurde. Ich nehme an, der Ausfahrtsschranken ist mit den Kameras bzw. den Parkkassen gekoppelt, um die automatische Schrankenöffnung zu ermöglichen?

Peter Kleemann: In der Vergangenheit wurde die Auffahrt täglich von über 15.000 Fahrzeugen frequentiert und die kostenlosen, für kurze Aufenthalte vorgesehenen Halteflächen waren durch oftmals missbräuchliche Nutzung kaum verfügbar. Deshalb haben wir im Frühjahr ein neues Schrankensystem auf der Auffahrtsrampe am Flughafen geschaffen, um für alle Passagiere, Zubringer und Abholer gleiche Bedingungen zu schaffen und auch in Spitzenzeiten den Verkehrsfluss aufrecht zu halten. Um ein schnelles Vorankommen zu ermöglichen, erkennt das Schrankensystem, das an unser bestehendes Parkkassensystem gekoppelt ist, automatisch, wenn Fahrzeuge innerhalb der kostenlosen Haltezeit ausfahren oder der anfallende Tarif bereits bezahlt wurde. Damit können die Fahrzeuge den Parkbereich schneller verlassen. So sind jedenfalls nun immer kostenlose Halteflächen für alle Kfz-Nutzer ausreichend verfügbar. Derartige Systeme sind auch auf anderen Flughäfen längst Realität. So parkt man in Wien zehn Minuten kostenlos, während an den Flughäfen Manchester oder London-Luton bereits ab der ersten Minute bezahlt werden muss. Auch preislich liegen wir mit zwei Euro pro Viertelstunde im unteren Bereich, bezahlt man in München und Frankfurt 2,50 Euro und in Düsseldorf 5 Euro.

Flughafen Wien AG/Roman Boensch

Kerstin: Die Abfertigung am Flughafen wird immer automatisierter, Check In, Boarding, Gepäck – überall wird von den Fluglinien Personal abgebaut, um zu sparen. Die Maschinen, die Wartung, der Treibstoff, die Start und Landerechte – das wird ja alles auch nicht billiger! Wie kann es ein Geschäft sein, seine Flugzeuge mit Billigstpreisen zu füllen?

zVg Flughafen Wien AG
Peter Kleemann, Pressesprecher Flughafen Wien AG

Kleemann: Low-Cost-Airlines sind bemüht, ihre Kosten durch Einsparungen so gering wie möglich zu halten. Sie bieten beispielsweise teilweise weniger Services an als Premium Airlines und können dadurch Kosten sparen und günstige Tickets anbieten. So gelten mittlerweile bei vielen Anbietern besondere Gepäckbestimmungen, es kann beispielsweise oft nur Handgepäck gratis mitgenommen werden. Oft sind die billigsten Ticket-Kategorien auch nur in geringer Stückzahl verfügbar. Am Flughafen Wien gab es im Low-Cost-Segment 2018 ein Wachstum von 58,5 Prozent auf 6,4 Millionen Passagiere. Der Anteil der Low-Cost-Reisenden am Flughafen Wien betrug 2018 23,7 Prozent. Bis Ende 2019 rechnen wir mit einem Wachstum des Low-Cost-Sektors am Flughafen Wien auf 25 bis 30 Prozent des gesamten Flugverkehrs. International beträgt dieser Anteil oft bis zu 50 %, wir haben hier also durchaus noch Wachstumspotenzial am Flughafen Wien.

Sie waren schon immer neugierig, wie ein Flughafen funktioniert, oder interessieren sich für ein bestimmtes Thema? Dann fragen Sie!

Alle Fragen bitte einfach an: flughafen@noen.at

Andreas Hofer
Entgeltliche Einschaltung der

Andreas Hofer