Friseurkette "Klier" schließt 26 ihrer 35 Filialen. Drei Filialen in NÖ (Wiener Neustadt, Zwettl und Schrems) bleiben bestehen. Rund 200 Beschäftigte verlieren österreichweit ihren Job.

Von Norbert Oberndorfer und APA . Erstellt am 27. Oktober 2020 (16:51)
Frisör Klier

Die Friseurkette Klier, über die am Freitag vor einer Woche am Landesgericht Salzburg ein Konkursverfahren eröffnet wurde, wird 26 ihrer 35 Filialen schließen. Nur rund 80 der 281 Dienstnehmer werden weiter beschäftigt, wie der Kreditschutzverband KSV1870  mitteilte. Die Schließung der Filialen wurde bereits per 23. Oktober 2020 gerichtlich bewilligt.

Die Österreich-Tochter der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen deutschen Klier Hair Group hat ihren Sitz in Bergheim (Flachgau). Sie ist als Folge der Coronakrise überschuldet, verfügt aber nach früheren Angaben über liquide Mittel und ist zahlungsfähig. 

Wegen Lockdown Veränderung des Buchungsrhythmus- und Umsatzrückgang

Nach dem Lockdown habe sich – nach Angaben der Schuldnerin- der Buchungsrhythmus der Kundschaft verändert, was zu einem Umsatzrückgang geführt hat. Es wurden Corona-bedingt Festlichkeiten abgesagt und mussten Abstandsregelungen in den Filialen umgesetzt und eingehalten werden.
Bedingt durch den Lockdown musste die Schuldnerin zunächst einen operativen Verlust hinnehmen, hingegen konnte im Mai 2020 nach Lockerung der Maßnahmen ein Gewinn erzielt werden, heißt es vom KSV1870.

Neun von 35 Filialen bleiben österreichweit bestehen, davon drei in NÖ

Die Kette betreibt österreichweit 30 "Frisör Klier"-Läden, vier "Friseur der kleinen Preise"-Geschäfte und ein "Cut and Colour"-Studio. Davon sollen nur noch neun Filialen übrigblieben, nämlich je eine in Oberwart, Güssing, Wiener Neustadt, Zwettl, Schrems, Fürstenfeld, Villach, Lienz und Bregenz.