Semperit behält Medizinsparte doch länger. Die Semperit-Gruppe ist vor allem dank ihrer Medizinsparte eine jener Firmen, die von der Coronakrise profitiert. Nach Juli hat das börsennotierte Unternehmen am heutigen Freitag seine Jahresprognose ein weiteres Mal nach oben geschraubt.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 25. September 2020 (12:08)
Symbolbild
Shutterstock.com, RomanR

Wegen der starken Ergebnisbeiträge des Handschuhgeschäft in Pandemiezeiten wird Semperit die Medizinsparte voraussichtlich noch mindestens neun Monate weiterführen, bevor es wieder aktiv an die fixierten Trennung vom Medizingeschäft geht.

"Neben den auf absehbare Zeit positiven Effekten aus dem Medizingeschäft hat sich mittlerweile auch der Sektor Industrie gegenüber früheren Annahmen über die Auswirkungen der globalen Rezession und die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie leicht erholt", hieß es in einer Aussendung. "Vor diesem Hintergrund ist auf Basis aktueller Zahlen davon auszugehen, dass das EBITDA der Semperit-Gruppe auf Gesamtjahres-Sicht bei 165,0 bis 200,0 Mio. Euro und damit noch deutlicher über dem Wert des Vorjahres (2019: 67,8 Mio. Euro) liegen wird, als im Juli angenommen."

Das Betriebsergebnis (EBIT) werde demnach fürs Gesamtjahr 2020 zwischen 195 und 230 Mio. Euro (Prognose im Juli 2020: EUR 110,0 bis 160,0 Mio.; EBIT 2019: EUR −16,5 Mio.) angesiedelt sein. Die neue Ergebnisprognose ist aber von der weiteren Entwicklung des Preisniveaus für medizinische Schutzhandschuhe und einer ausreichenden Verfügbarkeit von Rohstoffen für deren Produktion abhängig.

Die im Jänner beschlossene strategische Grundsatzentscheidung über eine Transformation der Semperit-Gruppe zum Industriegummispezialisten ist weiter aufrecht.