WKNÖ warnt: „Lebensmittelversorger am Limit“

Erstellt am 16. August 2022 | 16:33
Lesezeit: 2 Min
New Image
Symbolbild
Foto: Unsplash/ Taylor Grote
Kleine und mittlere NÖ-Lebensmittelbetriebe erwägen aufgrund der hohen Strompreise eine „geordnete“ Schließung, um eine Pleite zu verhindern. Die Wirtschaftskammer NÖ fordert erneut Unterstützung vom Bund.

New Image
WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker
Foto: Philipp Monihart

Einige Betriebe bezahlen derzeit im Vergleich zum Vorjahr das Zehnfache für Strom. Bei vielen kleinen und mittelständigen Betrieben läuten daher nun die Alarmglocken, heißt es in einer Aussendung der Wirtschaftskammer NÖ. „Bei diesen Strompreisen halten sie nur mehr bis Ende des Jahres durch“, warnen WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Landesinnungsmeister des Lebensmittelgewerbe Johann Ehrenberger.

New Image
Landesinnungsmeister Johann Ehrenberger
Foto: Josef Bollwein

Kleine und mittlere Betriebe treffe es oft besonders stark und mehrfach. Beispielsweise habe sich für eine Bäckerei mit ihren Kühlanlagen und Backöfen die Energiekosten verdoppelt, erklärt Ehrenberger. Auch die Preise für Mehl seien um 40 bis 50 Prozent gestiegen und das Liefern von Brot und Gebäck an regionale Händler gehe sich durch die gestiegenen Treibstoffkosten nicht mehr aus. Der Bäcker zahle bei jedem Stück Brot drauf, sagt Ehrenberger.

Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer überlegen daher ihren Betrieb zu schließen, um eine drohende Insolvenz zu vermeiden, sagte Ehrenberger. Ecker fordert die Bundespolitik dazu auf Lösungen für den Mittelstand zu finden. „Wenn der Mittelstand ans Limit kommt, kommt die Lebensqualität ebenfalls ans Limit“, sagt Ecker. Man könne nicht ständig die höhere Belastung mit einer Preissteigerung ausgleichen, denn die Kunden könnten sich das nicht leisten und die Inflation würde noch weiter angeheizt werden diese Spirale müsse verhindert werden.