Erstellt am 12. März 2018, 16:29

von APA Red

Hali/Svoboda-Kauf: BWB verlängert Zusammenschlussfrist. Die Übernahme der Büromöbelhersteller Hali und Svoboda durch den Sanierer Erhard Grossnigg und Ex-ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein ist noch nicht im Trockenen. Bis heute Montag wollte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) entscheiden, ob der Deal vors Kartellgericht kommt - diese Frist wurde nun um zwei Wochen verlängert, teilte die BWB mit.

Die Svoboda-Zentrale in St. Pölten-Wagram  |  Thomas Werth

"Der Prüfaufwand ist in diesem Fall erhöht, da es kaum rechtliche Entscheidungspraxis der Europäischen Kommission oder anderer Wettbewerbsbehörden für den Büromöbel Markt gibt", heißt es von der BWB.

Die Kartellwächter wollen den Kauf noch genauer unter die Lupe nehmen. Sie haben, wie vergangene Woche berichtet, Bedenken: Da Grossnigg und Bartenstein über die BGO Holding bereits die Büromöbelfirmen Bene und Neudoerfler besitzen, könnte es zu höheren Preisen kommen. "In der letzten Woche wurden intensive Gespräche geführt, in denen es ergänzende Vorbringen der Parteien sowie neue Aspekte in Hinblick auf Standorte, Beschäftigung, Markenstrategien sowie Marktanteile gibt", so die BWB. Diese würden nun eingehend geprüft und bewertet.

Die neue Frist zur Stellung eines Antrages auf Prüfung des Zusammenschlusses im kartellgerichtlichen Verfahren endet am 26. März. Grossnigg betonte gegenüber dem "trend" vergangene Woche, dass er den Deal im Falle einer vertieften Prüfung (Phase-2-Verfahren) abblasen will. "Wenn der Fall vor das Kartellgericht kommt, steigen wir aus."