„Möbelhäuser sind in Krisenzeiten die Gewinner“. Der XXXLutz feiert sein 75-jähriges Jubiläum und im Corona-Jahr bis dato einen Umsatzrekord. Neue Investitionen folgen: 2021 kommt ein Möbelix mit 40 neuen Arbeitsplätzen nach Langenzersdorf.

Von Fabiola Noll. Erstellt am 29. Oktober 2020 (16:55)
XXXLutz
APA (Archiv)

Vor 75 Jahren wurde XXXLutz als kleine Möbeltischlerei im oberösterreichischen Haag am Hausruck von Gertrude Seifert (geborene Lutz) gegründet. Heute ist die XXXLutz Gruppe mit 320 Möbelhäusern in 13 Ländern der zweitgrößte Möbelhändler der Welt. Allein in Österreich beschäftigt das Einrichtungshaus 9.500 Mitarbeiter. Sowohl Mömax als auch Möbelix sind Teil der XXXLutz Gruppe. 

„Möbelhäuser sind in Krisenzeiten die Gewinner“, unterstreicht der Unternehmenssprecher der XXXLutz Gruppe, Thomas Saliger. Besonders die Zeit nach dem Lockdown im Frühling hätte gezeigt, dass die Menschen mehr denn je in ihr eigenes Zuhause investieren. Die durch den Lockdown entgangenen Umsätze konnten in nur wenigen Wochen alle wieder realisiert werden. Und auch in den Monaten danach blieb die Nachfrage ungebrochen hoch. „Mittlerweile ist allen klar, dass wir noch länger viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen werden.“, erläutert der Unternehmenssprecher. Das Jahr 2020 wird wohl einen neuen Umsatzrekord für den Möbelhändler bringen.  

Die XXXLutz Gruppe investiere dieses Jahr 200 Millionen Euro in Umbauten, sowie in neue Einrichtungshäuser. Zusätzlich werden in Österreich bis Dezember 300 weitere Arbeitsplätze und 50 Lehrstellen im Bereich der Einrichtungsberatung und -planung geschaffen.  

40 neue Arbeitsplätze bei Möbelix in Langenzersdorf  

Für 2021 stehen zahlreiche Umbauten und Neubauten auf der Agenda. Auch in Langenzersdorf soll ein Möbelix kommen. Das neue Einrichtungshaus garantiere 40 neue Arbeitsplätze.  

Zuletzt appelliert Saliger an die Bundesregierung den nächsten Lockdown ganz nach dem Vorbild Deutschlands umzusetzen. Demnach sollten keine Geschäfte geschlossen werden. Sie hätten zwar die Verordnungen im Frühling mitgetragen, nun sollten jedoch Maßnahmen nach Verkaufsfläche und Frequenz pro Quadratmeter Ausstellungsfläche gewählt werden. Möbelhäuser könnten aufgrund ihrer großen Verkaufsfläche auch unter gesundheitspolitischen Gründen sicher betrieben werden.