Metro: IT-Wiederherstellung bringt Wartezeiten für NÖ-Kunden

Erstellt am 24. November 2022 | 11:16
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Foto: Metro
Der deutsche Lebensmittelgroßhändler Metro ist Mitte Oktober Opfer einer schweren Cyberattacke geworden. Die Auswirkungen des Angriffs sind bis heute für NÖ-Kundinnen und Kunden spürbar.

Falsch ausgewiesene Preise auf Markt-Displays, tote Kassensysteme und Bankomatzahlung maximal mit Verzögerung: Der Cyberangriff auf die IT-Systeme des deutschen Metro Konzerns in mehreren Ländern Mitte Oktober verursachte Chaos und lange Schlangen an den Kassen, nicht nur in den NÖ-Filialen. "Die jüngsten Ergebnisse der Analyse bestätigen einen Cyberangriff auf die Metro-Systeme als Ursache für den Ausfall der IT-Infrastruktur", hieß es damals in einer Aussendung des Konzerns.

Die Auswirkungen der Cyberattacke sind bis heute für Metro-Kundinnen und Kunden spürbar: in Form von längeren Wartezeiten an den Kassen. "Es gibt immer wieder Einschränkungen, weil laufend nach Fehlern gesucht. Um die zu finden, muss ein System abgeschaltet werden", sagt eine Metro-Sprecherin auf NÖN-Nachfrage. Das sei nicht nur für den Konzern schlecht, sondern auch für seine Endkunden, "die ja zum Arbeiten zu uns kommen."

Die IT-Abteilung des Metro-Konzern ist noch immer mit der Wiederherstellung und Wartung der Systeme, insbesondere der Kassasysteme, beschäftigt. "Die Situation ist vielleicht ärgerlich, aber nicht vergleichbar mit der im Oktober", heißt es aus der Metro.

Der Verkauf, die Servicierung der Kundschaft und das Weihnachtsgeschäft laufe ganz normal. Gibt es wider Erwarten beim Einlösen von Gutscheinen und Co. Probleme, werde man für die Kunden gute Kulanzlösungen finden, verspricht die Metro-Sprecherin.

Ob die Cyberkriminellen ein Lösegeld von dem deutschen Lebensmittelgroßhandel-Konzern mit Sitz in Düsseldorf gefordert haben - und nicht bezahlt wurde - konnte die Sprecherin jedenfalls nicht bestätigen.