Park&Ride-Pakt zwischen Niederösterreich und Wien. Die Stadt Wien wird sich mit bis zu 3,25 Millionen Euro an der Errichtung von fast 2.000 PKW-Stellplätzen in Niederösterreich beteiligen. Landesrat Ludwig Schleritzko und der Wiener Stadtrat Peter Hanke schlossen dazu einen neuen Pakt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Januar 2020 (10:29)
Landesrat Ludwig Schleritzko und Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke bei der Unterzeichnung des neuen Park&Ride-Pakts.
Büro StR Hanke

„Die Herausforderungen in Frage der Mobilität enden gerade in der Ost-Region Österreichs nicht an den Grenzen unserer Bundesländer. Auch bei den dazugehörigen Antworten darauf dürfen die Ländergrenzen daher keine Rolle spielen“, sind sich Niederösterreich Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und der Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke einig. Aus diesem Grund wurde nun ein neuer Park&Ride-Pakt zwischen den beiden Bundesländern geschlossen.  

 1.987 zusätzliche PKW-Stellplätze

Wien wird sich von 2021 bis 2025 mit bis zu 3,25 Millionen Euro am Ausbau von 8 Park&Ride-Anlagen im Südraum Wiens beteiligen. Konkret beteiligt man sich seitens der Bundeshauptstadt mit 20 Prozent der vom Land Niederösterreich und den Standortgemeinden zu tragenden Kosten. In diesen Anlagen sollen insgesamt 1.987 zusätzliche PKW-Stellplätze und 446 Fahrrad-Stellplätze entstehen. Niederösterreich wird in diesem Zeitraum mehr als 20 Millionen Euro für den Ausbau der Park&Ride-Anlagen in die Hand nehmen.

„Gemeinsam wollen wir den Pendlern nach Wien den Umstieg vom Auto auf die Bahn so einfach wie möglich machen. Deshalb arbeiten wir im Verkehrsverbund Ost-Region zusammen, wenn es um die Planung von Öffi-Angeboten geht und ziehen auch hier an einem Strang, wenn es um die dazugehörige Infrastruktur geht“, sagt Landesrat Schleritzko. 

Täglich 260.000 Pendler nach Wien

„Jeden Tag pendeln über 260.000 Menschen nach Wien. Jedes Auto, das bereits vor den Stadtgrenzen gegen ein öffentliches Verkehrsmittel getauscht wird, entlastet das Wiener Straßenverkehrsnetz und das Klima. Daher beteiligt sich auch die Stadt Wien an der Finanzierung neuer Park&Ride-Anlagen im Süden Wiens, zusätzlich zu den ambitionierten Ausbauplänen der öffentlichen Verkehrsmittel im Rahmen des Verkehrsverbunds Ost-Region“, erklärt Stadtrat Hanke.

Aktuell 40.000 Stellplätze in NÖ

In Niederösterreich gibt es zurzeit etwa 40.000 Park&Ride-Stellplätze für PKW. Damit gibt es in Niederösterreich mehr solcher Stellplätze, als in allen anderen Bundesländern zusammen. Bis 2025 soll diese Zahl weiter auf 50.000 Stellplätze ausgebaut werden.