Neue Verkehrsregeln bringen mehr Rechte für Radler. Ab 1. April sind Radfahrer im Straßenverkehr rechtlich bessergestellt, hier die Neuerungen.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 19. März 2019 (03:00)

Rechtzeitig zur Radlersaison ändert die 30. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) die für Radfahrer geltenden Vorrangregeln.

Neuerung 1

Mussten Radler bisher beim Verlassen von Radfahranlagen (Radwege, Mehrzweckstreifen) stehenbleiben und den Verkehr abwarten, so dürfen sie sich ab 1. April nach dem Reißverschlusssystem in den Fließverkehr einordnen. Aus dem Grund müssen auch die „Ende“-Markierungen bei Radfahrwegen entfernt werden. „Die Abschaffung der Sonder-Nachrangregeln für Radfahrer ist ein großer Punkt der Novelle“, sagt Markus Gansterer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC-Rechtsabteilung hält besonders das Reißverschlusssystem, in das die Radfahrer jetzt eingebunden sind, für schlau, „denn im Verkehr ist alles, was sich bewegt, besser als Stillstand“.

Neuerung 2

Radfahrer, die am Radfahrstreifen parallel zum Fließverkehr fahren, haben künftig Vorrang gegenüber rechts abbiegenden Fahrzeugen.

Neuerung 3

Das Befahren des Schutzweges ist Radfahrern ab sofort explizit verboten. Dort, wo Schutzwege eine logische Fortführung von Radwegen sind, müssen die Gemeinden eine Zusatzmarkierung links oder rechts des Schutzweges anbringen. Dann ist er Schutzweg und Radstreifen in einem.

Zufrieden mit der StVO-Novelle sind VCÖ und ÖAMTC.