NÖ-Wirtschaft will in China stärker werden. 250.000 Jobs hängen in Niederösterreich am Export. Ab 2023 wollen die heimischen Betriebe Waren um 500 Millionen Euro pro Jahr ausführen.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 21. April 2019 (08:19)
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Die 25-Millionen-Einwohner-MetropoleShanghai ist eine von drei Stationen der NÖ-Wirtschaftsdelegation.

Auf einen Niederösterreicher kommen fast 15 Bewohner von Shanghai. Die mit 25 Millionen Einwohnern größte Industriemetropole Chinas ist nur eine von drei Mega-Citys, in der eine NÖ-Wirtschaftsdelegation unter der Führung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ab morgen neue Kontakte knüpft.

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Bis nächsten Sonntag auf dem Programm steht dabei unter anderem die Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“ mit dem Gouverneur der 56-Millionen-Einwohner-Provinz Zhejiang und die Teilnahme am Wirtschaftsforum in Hangzhou. Hier eröffnet das Stockerauer Umwelttechnik-Unternehmen MUT im Rahmen der Reise auch das neue Forschungszentrum am Uni-Campus. Der Automobil-Zulieferer Pollmann aus Karlstein (Bezirk Waidhofen/Thaya) nimmt in der Nähe von Shanghai noch im April das erweiterte Spritzgusswerk in Betrieb.

Ziel der Reise ist es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszubauen. „75 Prozent der Waren-Exporte aus Niederösterreich gehen aktuell in die Märkte Europas. Doch die größten Wachstumschancen finden unsere Betriebe vor allem in Asien“, erklärt Mikl-Leitner. Aktuell exportieren NÖ-Betriebe jährlich Waren im Wert von etwa 400 Millionen Euro nach China, 110 NÖ-Firmen sind in China und Hongkong tätig. Bis 2023 sollen die Exporte um weitere 100 Millionen Euro gesteigert werden. Vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, bei Mechatronik, bei der Agrar- und Lebensmitteltechnologie sowie Umwelt- und Bautechnologie sieht die Wirtschaftskammer noch Steigerungspotenzial.