Raststätte St. Pölten teilweise geschlossen. Das A-la-Carte-Restaurant Trattoria in der Rosenberger-Autobahnraststätte St. Pölten wurde per gestern, 20. Februar, geschlossen

Von Anita Kiefer. Update am 21. Februar 2019 (10:34)
Daniel Lohninger
Mit dem A-la-Carte-Restaurant Trattoria der Rosenberger-Raststätte St. Pölten wurde jetzt im Zuge der Insolvenz der dritte Standort zumindest teilweise geschlossen.

Das ist der Ediktsdatei, in der gerichtliche Bekanntmachungen veröffentlicht werden, verlautbart. „Wir haben uns das ganz genau angeschaut und mit allen Beteiligten gesprochen“, so Masseverwalter Christian Lind gegenüber der NÖN.

Das Konzept, dass es zum einen einen Selbstbedienungsbereich gibt, bei dem ebenfalls gekocht werde, und andererseits ein A-la-Carte-Restaurant, das sei „nicht mehr zeitgemäß und wird vom Kunden auch nicht angekommen“, betont der Jurist. Die beiden Bereiche hatten zwei getrennte Küchen und zwei getrennte Mannschaften. Das sei „nicht mehr zu rechtfertigen“.

Acht Mitarbeiter des A-la-Carte-Restaurants verlieren ihren Job. „Ein Teil ist gestern schon ausgetreten, beraten von der Arbeiterkammer. Einige Gespräche gibt es auch heute noch“, erklärt Lind.

"Das schadet dem Prozess momentan mehr, als es nützt"

Spekulationen über Anzahl oder Namen möglicher Interessenten der gesamten Rosenberger Restaurant GmbH wollte Lind nicht kommentieren – auch, um die Mitarbeiter nicht noch mehr zu verunsichern, als diese ohnehin schon sind. „Das schadet auch dem Prozess momentan mehr, als es nützt.“ Lind hoffe, dass es hier zeitnah eine Einigung mit einem Interessenten geben wird.

Im Dezember des Vorjahres wurde bekannt, dass der Raststättenbetreiber Rosenberger mit Sitz in Loosdorf (Bezirk Melk) insolvent ist. Aktuell wird vom Masseverwalter mit Interessenten verhandelt, die die Raststätten übernehmen. Bisher wurden die Rosenberger-Standorte in Haag und Innsbruck geschlossen.