Studie: Wie die künftigen Pensionisten leben wollen. Eine Studie hat erhoben wie sich die zukünftigen Pensionisten ihre Altersversorgung vorstellen. Dabei wurden Unterschiede zu den früheren Pensionisten-Generationen gefunden.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 13. Februar 2020 (16:28)
Paul Eiselsberg (Studienautor von IMAS International), Manfred Bartalszky (Vorstand der Wiener Städtischen, Bankenvertrieb Team s Versicherung) und Helge Haslinger (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG und Obmann Stv. des Landesverbandes der Niederösterreichischen Sparkassen) bei der Präsentation der Studie.
Sparkasse NÖ

Im Rahmen der jüngst präsentierten Studie zur privaten Vorsorge, die von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen in Auftrag gegeben und vom IMAS Marktforschungsinstitut durchgeführt wurde, wurden Ende 2019 bundesweit 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren zum Thema „Die neue Pensionisten-Generation“ befragt. Die Studie erhob persönliche Einschätzungen zu finanziellen Vorsorgethemen, Entwicklungen der Wünsche und Vorstellungen zukünftiger Pensionisten-Generationen und dem Thema Pflege. DasErgebnis zeigt, 9 von 10 Befragten empfinden eine Veränderung bei Ansprüchen von künftigen Pensionisten.

Die stärkste Veränderung zu früheren Generationen sei der Wunsch aktiv Gesundheitsvorsorge zu betreiben. Das sagen 75 Prozent der Befragten. Fast genauso viele wünschen sich in der Pension ausgedehnt zu reisen und die Welt zu sehen (73 Prozent). Auch der Gesundheitsfaktor spielt eine wichtige Rolle. 68 Prozent der Befragten haben angegeben, in der Pension gesundheitsbewusst leben zu wollen und Sport zu treiben (67 Prozent).

Doch um den erwarteten Lebensstandard auch ausleben zu können, müssen die finanziellen Ressourcen stimmen. Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen betont: „Nur 56 Prozent der Niederösterreicher glauben nämlich, dass es die staatliche Pension in der heutigen Form bei eigenem Pensionsantritt noch geben wird.“ Der Studie zufolge bezweifeln zwei Drittel der Befragen, dass sie den gewohnten Lebensstandard mit einer staatlichen Pension alleine halten können. Pensionsskeptiker würden deshalb eine private Pensionsvorsorge als nötig empfinden.

Die Studie hat ebenso ergeben, dass gut drei Viertel aller Befragten eine Pflegeversicherung wichtig ist, um später entscheiden zu können, wie man betreut oder gepflegt werden möchte. Die Befragten haben angegeben, dass sie sich die Betreuung durch mobile Pflegekräfte im eigenen Zuhause am ehesten wünschen. Die Pflege durch Familienangehörige ist mit 16 Prozent für die kommende Pensionisten-Generation eine unbeliebtere Alternative.