Akkus und Batterien in NÖ richtig entsorgen. Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf machen anlässlich des Internationalen Tages der Batterie am 18. Februar auf die richtige Handhabung von Batterien/Akkus aufmerksam. Sachgemäße Sammlung und Entsorgung helfen, Schäden für Mensch und Umwelt zu vermeiden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Februar 2020 (10:06)
Um einen durch auslaufende Batterien verursachten Kurzschluss zu verhindern, sollte man die Pole abkleben. Gerade lithiumhaltige Batterien sind gefährlich und gehören keinesfalls in den Restmüll
NÖ Umweltverbände

„Wir sammeln in Niederösterreich rund 13.000 Tonnen Elektroaltgeräte pro Jahr. Das ist nicht nur ein Gewinn für unsere Umwelt, sondern auch für unsere Wirtschaft. Die Altgeräte enthalten Wertstoffe, die in neuen Produkten wiederverwendet werden können, aber auch Problemstoffe, die nicht in die Umwelt gelangen dürfen", sagen Pernkopf und Kasser.

Hohe Energiedichte führt zu unkontrollierten Reaktionen

Vorsicht ist insbesondere bei Akkus und Batterien geboten. Durch die charakteristisch hohe Energiedichte, die Lithium-Batterien/Akkus aufweisen, kann es bei großer Hitze und  oder mechanischen Einwirkungen zu Kurzschlüssen und unkontrollierten Reaktionen kommen. Diese ausgedienten Energiebündel sollten nicht daheim oder im Büro aufgehoben werden und dürfen nicht im Restmüll landen. Die Umweltverbände stellen dafür die notwendige Entsorgungsinfrastruktur bereit. 

670 Tonnen Batterien gesammelt

Pernkopf erklärt weiter: „Die österreichischen Konsumenten kaufen im Schnitt 17 Batterien im Jahr. Rund die Hälfte aller Batterien werden gesammelt und einer umweltgerechten Entsorgung zugeführt. In den Haushalten liegen daher ausgediente Batterien oder sie landen im Restmüll. Wir rufen dazu auf, diese recyclebaren Wertstoffe nicht zu verschwenden und auch kein Sicherheitsrisiko bei der Entsorgung einzugehen. 

Anton Kasser: „Unsere Umweltverbände unterstützen die richtige Sammlung und Trennung mit einer Vielzahl an Kampagnen und Projekten. Wir konnten im Jahr 2018 rund 670 Tonnen Batterien in NÖ sammeln. Händler wiederum müssen Batterien – unabhängig von einem Neukauf – von den Verbrauchern zurücknehmen. Hier gibt es mit der Batterieverordnung eine klare gesetzliche Regelung.“

Falsche Entsorgung durch Aufklärung verhindern

Pernkopf und Kasser unterstreichen zudem, dass der Brand eines Verladecontainers von Restmüll im letzten Jahr in Amstetten die eindeutige Notwendigkeit des richtigen Trennens von Akkus aufgezeigt hat. Nur dem raschen Eingreifen des Personals der Umladestation sowie der Feuerwehr Amstetten war es zu verdanken, dass ein größerer Brand verhindert werden konnte. Bei den Aufräumungsarbeiten konnte der Grund für den Brand schnell gefunden werden: Im Container mit Restmüll aus den Haushalten wurde der Brand durch einen Lithium-Ionen-Handy-Akku ausgelöst.