Erste Maßnahmen gegen Wachautouristen. Melk führt Bus-Parkgebühren ein. Weitere Wachaugemeinden sollen bis 2020 folgen.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 21. Mai 2019 (01:27)
Anita Kiefer
Vor allem die Touristenmassen in dem kleinen Wachauer Ort Dürnstein (Bild) haben dafür gesorgt, dass für die gesamte Wachau eine Besucherlenkung erarbeitet wurde.

Ein weiterer Schritt ist getan, um den Touristenmassen in der Wachau zu begegnen. Krems und Dürnstein heben bereits Parkgebühren auch für Busse ein, in der Vorwoche hat auch der Gemeinderat in Melk einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Auf ausgewiesenen Busparkplätzen werden dort künftig Gebühren fürs Parken eingehoben. Für Busse muss damit für zweistündiges Parken 20 Euro bezahlt werden, darüber hinaus bis zu 24 Stunden 40 Euro. Auf dem Parkschein muss das Kennzeichen des Busses ausgewiesen werden, um Missbrauch zu vermeiden.

Verstöße werden mit 200 Euro geahndet. In Kraft treten diese Regelungen per Juni. Dort, wo es keine Parkraumbewirtschaftung gibt, gilt für öffentliche Flächen ein Bus-Parkverbot. Das Melker System könne „modellhaft“ für den Rest der Wachau werden, so Andreas Nunzer, Vorsitzender der BürgermeisterInnenrunde der Welterbegemeinden Wachau, zur NÖN. Er rechne aber, dass eine flächendeckende Bus-Parkraumbewirtschaftung in der Wachau erst 2020 umgesetzt sein wird.

Diese Woche wird es zu den weiteren Plänen in Sachen Besucherlenkung in der Wachau eine Pressekonferenz geben.