Digitalisierung: Entwicklung in NÖ-Betrieben positiv

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 16:35
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Trend nach oben: 71 Prozent der Unternehmen aus Industrie und Gewerbe sehen die Digitalisierung als selbstverständlich an.
Foto: APA/dpa/Peter Steffen
Die Digitalisierung nimmt in Niederösterreich weiter Fahrt auf, wie eine Umfrage mit 140 Unternehmen zeigt. „Wer nicht digitalisiert, verliert", ist IV-Präsident Thomas Salzer überzeugt.

Vom alteingesessenen Schuster bis zur Jungunternehmerin, die ihre Geschäfte nur digital abwickelt: die niederösterreichischen Unternehmen sind in der Digitalisierung unterschiedlich aufgestellt. Für den Schuster wird wohl die Digitalisierung auch in Zukunft nicht nötig sein. „Wenn das Geschäftsmodell passt, dann brauchen Unternehmen keine digitalen Prozesse“, sagt Wirtschaftskammer NÖ-Direktor Johannes Schedlbauer.

Für 71 Prozent der Betriebe ist die Digitalisierung mittlerweile selbstverständlich, so eine aktuelle Umfrage von Land NÖ, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung Niederösterreich. Jedes zweite Unternehmen erreiche durch digitale Prozesse mehr Kunden, senke Kosten und produziere effizienter. „Wer nicht digitalisiert, verliert - das sieht man auch in unseren Umfragen“, so Industriellenvereinigung NÖ-Präsident Thomas Salzer.

Bremsende Faktoren bei Digitalisierung

Das Förderprogramm digi4Wirtschaft von WKNÖ und Land verteilt dieses Jahr 8 Millionen Euro an Fördermittel an Unternehmen. Trotzdem ist bei der Digitalisierung hierzulande noch Luft nach oben. Drei wichtige Faktoren seien laut IV-Präsident Salzer und Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger notwendig, um die Digitalisierung voranzutreiben: das Know-how von Mitarbeitern, der Ausbau der Infrastruktur und der rechtliche Rahmen. Die Aus- und Weiterbildung im digitalen Bereich werde in Zukunft immer wichtiger. Bei der Infrastruktur ist der Ausbau von Glasfaseranschlüssen besonders relevant.

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von links: WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer, Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger und IVNÖ-Präsident Thomas Salzer präsentierten eine gemeinsame Umfrage zur Digitalisierung in der NÖ-Wirtschaft.
Foto: Paloma Pöltinger

Als Digitalisierungs-Bremse erleben viele Unternehmen aber den Datenschutz. „Die Betriebe setzen oft Projekte nicht um, da sie den Datenschutz nicht verletzen wollen. Hier wäre ein Rechtsrahmen notwendig, der konkrete Daten von einzelnen Personen schützt“, sagt Salzer. Gleichzeitig sollte es für Unternehmen möglich sein, anonymisierte Daten für digitale Prozesse zu nutzen. So könnten auch neue Geschäftsmodelle entstehen.

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