Aktiv für Mobilitätswende: Preise vergeben. Wie man Verkehr verlagern, vermeiden und verbessern kann, zeigen Landeshauptstadt, Logistik-Konzern, Bahnstation und Radweg.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 17. September 2019 (04:22)
NLK/Burchhart
Bei der Preisverleihung: Karl Meiringer (Gebrüder Weiss), Landesrat Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Monika Unterholzner (Badner Bahn), St. Pöltens Vizebürgermeister Franz Gunacker, Werner Tippel (Radhighway), VCÖ-Sprecher Christian Gratzer und Werner Baltram (ÖBB-Infrastruktur).

Weniger vorgeschriebene Parkplätze beim Wohnbau, verbesserte Radverbindung, eine Zugstation, die alle Stückerl spielt, und umweltschonender Schwertransport: Das alles sind Maßnahmen, die in NÖ gesetzt werden, um die Mobilitätswende voranzubringen. Unter 51 Einreichungen wurden sie ausgewählt und mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) bedacht.

Ausgezeichnet wurde die Stadt St. Pölten für ihr Stellplatzregulativ. Abhängig von der Lage eines großvolumigen Wohnbaus wurden dort die Vorgaben für die Errichtung von Parkplätzen beschlossen. Im innerstädtischen Bereich wurde die Anzahl der vorgeschriebenen Parkplätze pro Wohneinheit etwa von 1,5 auf 1 reduziert.

"Projekte zeigen, dass auch etwas getan wird"

Ein Preis ging zudem an das Logistikunternehmen Gebrüder Weiss (Maria Lanzendorf) für die möglichst klimaneutrale Güterzustellung. Mit dem Ziel der CO2-Einsparung erfolgt der Hauptanteil des Transports dort nun mit der Bahn. Noch größer soll die Einsparung sein, sobald E-Lkw die Diesel-Lkw ersetzen.

Vor den Vorhang geholt wurde auch die Easy-Mobil-Station der Badner Bahn in Griesfeld (Bezirk Mödling). Mit dem Angebot von E-Carsharing, einer E-Tankstelle oder einem Lebensmittelautomaten sei sie nun attraktiver für die Bürger.

Damit das Radfahren im Bezirk Mödling bequem möglich ist, wird entlang der Südbahn ein zehn Kilometer langer Radhighway geschaffen. Für das gemeindeübergreifende Projekt gab’s ebenfalls einen Preis.

„Diese Projekte zeigen, dass nicht nur über die Mobilitätswende gesprochen, sondern auch etwas getan wird“, lobte Christian Gratzer vom VCÖ.