Franz-Josefs-, Erlauftal- und Traisentalbahn verbessern. Das Land NÖ und die ÖBB haben Verträge abgeschlossen, die die Bahnen in NÖ weiterentwickeln sollen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. August 2019 (10:09)
VOR/Bollwein
Landesrat Ludwig Schleritzko im Gespräch mit Pendlern.

Deutliche Verbesserungen für die Infrastruktur auf der Erlauftal- und Traisentalbahn sowie auf der Franz-Josefs-Bahn am Abschnitt zwischen Absdorf-Hippersdorf und Gmünd. Die soll es künftig geben. Dazu haben das Land NÖ und die ÖBB Verträge abgeschlossen.

„Wir arbeiten an einer modernen Infrastruktur, um den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern die bestmöglichen Angebote liefern zu können“, so NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko. So würde die angepeilte Mobilitätswende im Land vorangetrieben werden. „Denn wir sehen: Dort, wo Angebote gut ausgebaut sind, entscheiden sich die Pendlerinnen und Pendler auch für den Öffentlichen Verkehr.“

Die Pläne:

  • Franz Josefs-Bahn: Zwischen Wien und Gmünd soll es einen REX-Stundentakt geben. Darüber hinaus sind verstärkte Angebote in der Hauptverkehrszeit zwischen Wien und Gmünd bzw. Wien und Sigmundsherberg angedacht. Geplant sind etwa eine Anhebung der zulässigen Streckengeschwindigkeit auf maximal 160 km/h, Erneuerungen am Oberbau, an Brückenbauwerken, Durchlässen und von Oberleitungen sowie die Adaptierung von Signaltechnikanlagen.
  • Erlauftalbahn: In Zukunft will man hier einen tagesdurchgängigen Stundentakt zwischen Scheibbs und Pöchlarn, einen Halbstundentakt zwischen Wieselburg und Pöchlarn mit Durchbindung nach St. Pölten sowie einzelne Verstärker zwischen Scheibbs und St. Pölten haben. Umgesetzt werden sollen unter anderem die Errichtung der Kreuzungsbahnhöfe Erlauf-A1 bzw. Mühling-Plaika, die Attraktivierung von Verkehrsstatitionen, sicherungstechnische Anlagen sowie die Elektrifizierung der Strecke.
  • Traisentalbahn: Auch hier ist ein durchgängiger Stundentakt zwischen St. Pölten, Traisen und Hainfeld/Schrambach geplant, wobei dieser in der Hauptverkehrszeit auf einen Halbstundentakt erhöht werden soll. Auch die Umsetzung eines Flügelzugsystems sei geplant. Dazu sind etwa Planungen zur Errichtung des Kreuzungsbahnhofes Bernreit, die Verlängerung des Bahnhofgleis 2 und die Hebung der Ein- und Ausfahrtsgeschwindigkeit im Bahnhof Spratzern, die Attraktivierung von Verkehrsstationen, die Errichtung von sicherungstechnischen Anlagen inklusive des elektronischen Stellwerks Spratzern und die Elektrifizierung der Strecke vorgesehen.

Welche Maßnahmen braucht es, um die Ziele der Infrastrukturentwicklung zu erreichen? Diese Fragen sind genauso Teil  der Verträge zur Weiterentwicklung wie die Planungen bis hin zur Einreichung. Das Land NÖ beteiligt sich an der Infrastrukturentwicklung sowie der Planung mit jeweils 40 Prozent der Kosten.

Verbesserungen für Pendler und Mobilitätspolitik

„Die Regionalbahnen sind das Rückgrat der NÖ Mobilitätspolitik“, so Schleritzko. Pro Werktag wären mehr als 1.800 Nahverkehrszüge in Niederösterreich unterwegs. „Mit den vereinbarten Entwicklungen von Bahnstrecken und den geplanten Elektrifizierungen können wir diese Achsen aufwerten und bestes Service garantieren“, betont er.

Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG: „Schon in der Vergangenheit konnte die ÖBB mit Investitionen in die neue Weststrecke, die Südstrecke und die Regionalbahnen Verbesserungen für die Pendlerinnen und Pendler ermöglichen. Jetzt folgt der nächste Schritt. Damit unterstützen die ÖBB als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen auch die Bemühungen des Landes NÖ in diesem Bereich.“