Versicherung: Schnee-Schaden bislang fünf Millionen. Laut Wiener Städtischer Versicherung beträgt die Schadenssumme, die im Jänner 2019 durch den Schnee verursacht wurde, aktuell geschätzte fünf Millionen Euro

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Januar 2019 (11:25)
Feuerwehr
Feuerwehrmänner im Bezirk Lilienfeld befreien ein Dach von der Schneelast. Viele Schäden werden erst nach der Schneeschmelze zutage treten.

Die extreme Schneesituation, die seit Anfang Jänner in weiten Teilen Österreichs herrscht, verursacht Schäden in Millionenhöhe. Nach ersten Schätzungen der Wiener Städtischen belaufen sich diese im Jänner auf bis zu fünf Mio. Euro und übertreffen damit alle Schäden der vergangenen zwölf Jahre in diesem Monat. Wie nahe man insgesamt an die Rekordsumme von mehr als 18 Mio. Euro aus dem Jahr 2006 kommt, wird sich mit der Schneeschmelze zeigen.

Aufgrund der Entwicklung der Wettersituation und der bisherigen Schadenszahlen konnte die Versicherung eine Parallele zu den extremen Winterschäden im Jahr 2006 herstellen. „Vergleicht man etwa die Anzahl der von der Außenwelt abgeschnittenen Orte oder die Anzahl der Straßensperren, erinnern die Situation und die Zahlen stark an den Katastrophenwinter 2006. Damals hat die Wiener Städtische im Jänner Schäden von mehr als vier Millionen Euro verzeichnet, insgesamt waren es im ganzen Winter 18 Millionen Euro. Wir rechnen derzeit mit bis zu fünf Millionen Euro im Jänner“, so Vorstandsdirektorin Doris Wendler.

Schneedecke verdeckt Millionenschäden

Große Teile des Landes versinken im Schnee, viele Dächer halten der enormen Last nicht Stand. Unter den Schneemassen schlummern Schäden in Millionenhöhe: „Bisher wurde nur ein Bruchteil der entstandenen Schäden gemeldet bzw. gesichtet – das wahre Ausmaß zeigt sich erst, wenn der Schnee wieder schmilzt. Doch auch das Tauwetter selbst ist gefährlich – der Schnee wird nass und schwer, die Last auf den Dächern steigt“, sagt Wendler.